Inhalt

Nadine Kuhn gewinnt Schülerleistungsschreiben

Traditionell nimmt die Berufsbildende Schule Wirtschaft Bad Kreuznach beim Rheinland-Pfälzischen Schülerleistungsschreiben im Tastschreibwettbewerb teil. In 2017 belegte nun die Schülerin Nadine Kuhn aus der Klasse der Rechtsanwaltsfachangestellten 2016 in der Gesamtwertung aller Berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz einen hervorragenden 3. Platz.

Frau Kuhn erzielte die fast unglaubliche Zahl von 342 Anschlägen pro Minute und erreichte damit die Note Sehr gut.

Fachlehrerin Theis ist stolz auf ihre gelehrige Schülerin; sie übermittelte im Namen der Schulgemeinschaft und des Schulleiters Prof. Dr. Bechtoldt die Anerkennung für diese exzellente Leistung und die herzlichsten Glückwünsche.

 

Nadine Kuhn (links) erhält von ihrer Fachlehrerin Cäcilie Theis die Siegerurkunde.

Schülerfirmen der BBS Wirtschaft



Klassenfahrt nach Lofer

Die Hinfahrt

Pünktlich zum Schulanfang im neuen Jahr trafen wir uns mit viel Gepäck und natürlich den schuleigenen Skiern / Snowboards und weiterer Ausrüstung vor dem Haupteingang der Schule. Mit guter Laune, viel Nervennahrung und voller Motivation konnten wir es kaum erwarten, nach Lofer durchzustarten. Unterwegs machten wir zwei Mal Rast und gegen 16.45 Uhr kamen wir dann endlich in unserem Hotel „Salzburger Hof“ im schneebedeckten Lofer an, luden das Gepäck aus und gingen auf unsere Zimmer.

Der erste Abend

Nach einer ordentlichen Portion Spaghetti Bolognese durften wir dann noch die Umgebung erkunden und fanden uns alle wieder pünktlich in der Unterkunft ein.

Der erste Skitag

Aufstehen, Duschen und ein gutes Frühstück - das war am nächsten Morgen die Grundlage für einen herrlichen Skitag auf der Piste bei strahlendem Sonnenschein. Mit Vorfreude und gutem Willen fuhren wir zusammen ins Skigebiet. Dort angekommen ging es mit der Gondel hoch auf den Berg. Dort oben erwartete uns ein strahlend blauer Himmel – also, nix wie los auf die Piste! Bis zur Mittagspause schafften es alle, schon einigermaßen gut den Berg hinunter­zukommen. Gegen 16.00 Uhr endete der erste Skitag mit der Talabfahrt für die Fortgeschrittenen.

Der zweite Abend

Dieser Abend ging sehr ruhig und gelassen zu. Verständlich, wenn man so lange auf der Piste war. Wieder trafen sich alle zum Abendessen. Diesmal bestand das Menü aus Fleischkäse und Hähnchenschnitzeln mit Pommes. Insgesamt gingen alle zeitig schlafen, schließlich wollten wir am nächsten Tag ja auch noch den Berg hinunterkommen!

Der zweite Skitag

Nach dem Frühstück stand der größte Teil der Klasse wieder auf den Skiern. An diesem Tag hatte der bereits verletzt mitgereiste Phil Gesellschaft von Lea, die ihr Knie schonen musste und Norman, dem die kalte Luft gleich eine Erkältung verpasst hatte. Somit kümmerte sich der Kranke um die zwei anderen Kranken. Die Anfänger machten große Fortschritte und auch die einsame Snowboarderin bewies ihr Können, indem sie bei der Profi-Gruppe mitfuhr. Insgesamt hatten alle viel Spaß am Skifahren. Nur am Treffpunkt an der Talstation waren alle etwas genervt, auf drei Kandidaten warten zu müssen … doch die zehn Minuten zahlten sich am letzten Tag aus. Als Gegenleistung packten sie alleine die Skiausrüstung der ganzen Klasse zusammen.

Der dritte Abend

Wie üblich gab es um 19:00 h Abendessen, Pizza stand auf dem Speiseplan. Danach gingen wir alle zusammen auf eine Ski-Show an der Talabfahrt von Lofer. Für die Verletzten fuhr das Schneetaxi (sie wurden mit dem Schlitten gezogen), sodass alle teilnehmen konnten. Trotz des hohen Schneefalls brachte die Show gute Laune. Doch müde vom Skifahren, steuerten wir schon nach kurzer Zeit den Heimweg an.

Der letzte Skitag

Der Blick aus dem Fenster an diesem Morgen zeigte Nebel und Schneefall. Doch das konnte unsere Laune trotzdem nicht verderben! Selbst Norman stand wieder einigermaßen gut erholt mit den anderen auf der Piste. Lea und Phil mussten leider wieder auf das Skifahren verzichten. Nach bereits zwei Skitagen sollte man ja davon ausgehen, dass das Liftfahren gekonnt sei, doch als plötzlich männliche Hilferufe an Herrn Barth ertönten, war dieser reichlich erstaunt. Ein Klassenkamerad hatte sich sich mit seiner Jacke im Bügellift verfangen und wurde 20 m mitgeschliffen, bis er sich befreien konnte. Eingeseift vom Schnee, gab er sich anschließend besondere Mühe und kam erfolgreich den Berg hinunter. Die meisten nutzten den letzten Skitag nochmal voll und ganz aus, bis die Lifte geschlossen hatten, sodass zum krönenden Abschluss nahezu alle auf Ski ins Tal abfahren konnten.

Der letzte Abend

Am letzten Abend stärkten wir uns mit Reis und Hähnchenschenkeln. Gut gelaunt und ziemlich müde nach dem Skitag gingen alle kurz nach Mitternacht ins Bett.

Die Abreise

An diesem Morgen waren alle eher träge. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von dem Hotelpersonal und luden gemeinsam unser Gepäck in den Bus ein. Trotz eines kurzen Staus bei Stuttgart und zwei Pausen, kamen wir gegen 17.00 Uhr wieder in Bad Kreuznach an. Alle packten beim Ausladen mit an. Nachdem wir uns bei den Lehrern für die gelungene Klassenfahrt bedankt hatten, fuhr jeder nach Hause.

 

Schülerinnen und Schüler der HBF PV 16

"Junior"-Firmen gegründet

Schüler der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach gründen zum ersten Mal „Junior“-Firmen und präsentieren ihre ersten Produkte auf dem Cow-Mountain-Weihnachtsmarkt auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach vom 16. bis 18.12.2016

Bad Kreuznach: Zum ersten Mal gründen Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach Juniorfirmen. Damit möchten sie sich als Jungunternehmer unter Beweis stellen. Diese Möglichkeit bietet Ihnen das Programm "Junior" (www.junior-programme.de) vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Es soll Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, sich ein Jahr selbständig zu machen. Das Motto "WIRTSCHAFT ERLEBEN" für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse fördert unter anderem die Praxisorientierung sowie Kreativität. Die Jungunternehmer erwerben Schlüsselkompetenzen in Form der Methoden-, Sozial-, Selbst- und Handlungskompetenz, die auf dem Arbeitsmarkt immer häufiger nachgefragt werden. Im Institut der deutschen Wirtschaft Köln wird das Junior-Modell bundesweit betreut. Das Institut ist Ansprechpartner für die Jungunternehmer bei allen möglichen Fragen rund um die Gründung ihrer Schülerfirma.

In einer Arbeitsgemeinschaft sollen die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Schulpaten, Herrn Studienrat Sven Bermel, eine eigene Schülerfirma auf die Beine stellen. Doch mit welchem Produkt oder welcher Dienstleistung könnte man ein Unternehmen starten? Mit dieser Frage beschäftigten sich 32 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft. Derzeit existieren 3 Juniorfirmen an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach, nämlich die Juniorfirma „Forestable", „NoSense" und  „Glass Screen Society". Die Geschäftsidee der Juniorfirma "Forestable" basiert auf der nachhaltigen Herstellung individueller Einzelstücke aus und mit Holz. Hierzu beziehen sie Abfallprodukte in Form von Baumverschnitt aus der regionalen Forstwirtschaft in den Produktionsprozess mit ein. Bevor sich im Januar auf die Herstellung von Tischen fokussiert wird, produziert das Juniorunternehmen derzeit exklusive Holzuntersetzer mit kundenindividuellen Signaturen, Kleiderhaken sowie Spiegel mit Holzverzierungen. Die Juniorfirma "NoSense" (http://nosenseupcycling.wixsite.com/nosense) hat sich auf das Upcycling von Second Hand- und Basic-Kleidung spezialisiert. Desweiteren werden jedoch auch weitere kreative Produkte bspw. in Form von Kissen, Weihnachtsschmuck, (Kosmetik-)Beutel oder Kirschkernkissen produziert. Auch hier können kundenindividuelle Wünsche in Auftrag gegeben werden. Die Juniorfirma "Glass Screen Society" möchte Leinwände mit Mosaiksteinen auf kundenindividuellen Wunsch anfertigen. Der Kunde hat hierbei Einfluss auf die Farbgestaltung und kann somit seine eigene Note in das Kunstobjekt einfließen lassen. Jede Schülerfirma ist in die Abteilungen „Vorstandsvorsitz", „Verwaltungsabteilung", „Finanzabteilung", „Marketingabteilung", „Technikabteilung" untergliedert und hat dementsprechende betriebliche Aufgabenbereiche. Die von den Juniorunternehmen hergestellten innovativen Produkten sollen zukünftig direkt in der Berufsschule und über das Internet verkauft werden. Wie  die Schüler ihre Produkte richtig präsentieren und gut verkaufen konnten sie bereits erfolgreich auf dem Weihnachtsmarkt der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg in Meddersheim am 11.12.2016 erproben. Vom 16. bis 18.12.2016 werden die Juniorfirmen auf dem Cow-Mountain-Weihnachtsmarkt auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach vertreten sein. Dabei zählt die Devise "Einer für Alle und Alle für Einen". Nur auf diese Weise funktioniert es! Je mehr Spaß die Schüler haben, desto besser läuft das Unternehmen. Wichtig ist laut Studiendirektorin Esther Barkanowitz, dass jedes Teil selbst gefertigt und nach eigenen Ideen zum individuellen Produkt wird. Unterstützung erhalten die Schüler neben ihren Schulpaten von den Wirtschaftspaten. So hat das Juniorunternehmen Forestable den Zimmerermeister Carsten Lorenz aus Bosenheim sowie den gelernten Schreiner und Hausmeister der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach Eric Thomas, die Juniorfirma "NoSense" die Raumdecor Niebergall GmbH mit Sitz in Hargesheim und das Juniorunternehmen Glass Screen Society die Firma Tedox aus Bad Kreuznach als Wirtschaftspaten gewinnen können. Weiterhin erhalten die Jungunternehmer Unterstützung durch den Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, der jeder Schülerfirma einen eigenen Raum für ihr unternehmerisches Experiment zur Verfügung stellte. Der Materialeinkauf wird durch den Verkauf von Anteilsscheinen finanziert, erklärten die Vorstandsvorsitzenden Leila Doxie, Tobias Jungbluth und Mohamed Abdul Nabi Ali. Sie hoffen, dass am Ende des Geschäftsjahres ein Gewinn an die Anteilseigner ausgeschüttet werden kann. Bisher wurden bereits etliche Prototypen gefertigt und eine Marktbefragung durchgeführt, sagen die „Chefs“.

Bei der Auftaktveranstaltung im Landesmuseum Mainz sowie in den Räumlichkeiten des Wirtschafts- und Bildungsministeriums am 21.11.2016 wurden den Vorstandsvorsitzenden, den Marketing- und Finanzleitern der Juniorunternehmen in verschiedenen Workshops zentrale Grundlagen in Rechnungswesen, Marketing und Unternehmensleitung vermittelt, die sie für ihre einjährige Unternehmenstätigkeit bei Junior benötigen. Sven Bermel war schon mehrmals Schulpate von Juniorfirmen: „Ich selbst betreue das Projekt mit unglaublich großem Spaß, da man hier erlebt, wie Schüler ein komplettes Schuljahr lang ein Unternehmen führen, wie sie miteinander arbeiten, Konflikte untereinander austragen, sich immer selbständiger entwickeln, sie auf Kunden zugehen und damit Fähigkeiten erwerben, die man im normalen regulären betriebswirtschaftlichen Unterricht im Wirtschaftsgymnasium den Schülern gar nicht vermitteln kann. Praxisorientierter geht es nicht! Aber hierfür ist auch ein hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft gefragt". Die BBS Wirtschaft möchte auch zukünftig die Junior-Unternehmen am Beruflichen Gymnasium Wirtschaft anbieten und mit dem Titel "JUNIOR Premium Schule" ausgezeichnet werde.

Bad Kreuznach, 05.12.2016: Schülerinnen und Schüler der Juniorfirmen „NoSense“, „Forestable“ und „GlassScreenSociety“ mit Wirtschaftspate Eric Thomas und Schulleiter Hr. Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt (Mitte) und Schulpate Sven Bermel (rechts)

BBS Wirtschaft steigt im europäischen Bildungs-Ranking

Schulen sollen Lernen ermöglichen, das nicht im Klassenraum aufhört, sondern dort erst beginnt. Dieser Weisheit eines lebenslangen Lernens trägt die BBS Wirtschaft Bad Kreuznach wieder einmal mehr Rechnung: sie darf sich nun als vierte Schule in Rheinland-Pfalz EBBD-Schule nennen.

Bei der Begrüßung der Ehrengäste, die anlässlich einer kleinen Feierstunde in Bad Kreuznach in der Rheingrafenstraße erschienen, betonte Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, dass das sog. „European Business Baccalaureate Diploma“, kurz EBBD, nicht nur eine große Chance für die teilnehmenden Schüler/innen sei, sondern nun auch für die Bad Kreuznacher Bildungseinrichtung eine besondere Herausforderung bilde. Neben der zusätzlichen Arbeitsbelastung im normalen Schulalltag durch Fachunterricht in englischer Sprache stelle z. B. auch das geforderte Auslandspraktikum für viele ein erster Schritt in die Unabhängigkeit dar. Hier gelte es, sich allein in einem fremden Arbeitsumfeld zu bewähren und mit der Kultur des Gastlandes auseinanderzusetzen. Dies mache Kompetenzen jenseits der reinen Fremdsprache erforderlich. „Im Klassenraum erworbene Kenntnisse werden dort angewandt, wo sie auch später gebracht werden: im internationalen beruflichen Umfeld“ führte der Schulleiter aus.

Dem konnte die Vertreterin des Bildungsministeriums, Frau Kerstin Belyea, nur beipflichten. Sie hatte vor ihrer Zeit im Ministerium als Lehrkraft für bilinguale Betriebswirtschaftslehre am EBBD-Programm mitgearbeitet. Sie richtete das Wort an die als Projektteilnehmer tangierten anwesenden Schülerinnen und Schüler und bestärkte sie auf ihrem Weg, der sie nicht nur in ihrer beruflichen sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung voranbringe.

Auch die die EBBD-Deutschland Koordinatorin, Frau Studiendirektorin Ute Schmitt, die das Zertifikat überreichte, bestätigte, dass junge Menschen einen enormen Reifeprozess durch die Teilnahme an EBBD vollzögen. In einer Präsentation stellte sie dann das EBBD-Programm kurz vor.

EBBD ermöglicht begabten Schüler/innen, welche die allgemeine Hochschulreife am beruflichen Gymnasium Wirtschaft anstreben, am bilingualen Unterricht im Fach Betriebswirtschaftslehre teilnehmen und gute Fremdsprachenkenntnisse besitzen, den Erwerb zusätzlicher Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaft, Mobilität und Europa. Diese Kompetenzen bilden einen europaweit harmonisierten Standard und stellen eine Art "europäisches Abitur" dar. Konkret bedeutet dies für die Absolvent/innen aber auch, dass sie ein mindestens vierwöchiges Praktikum in einem Unternehmen im Ausland absolvieren dürfen, das Fach Betriebswirtschaftslehre in der gesamten gymnasialen Oberstufe auf Englisch unterrichtet wird, sie in internationale Projektarbeit mit Partnerschulen im Ausland eingebunden sind und eigenständig eine Juniorfirma betreiben. Das EBBD-Zertifikat ist somit ein Exzellenz-Label für begabte Abiturient/innen, das zugleich die wirtschaftsbezogene Bildung aufwertet und die Motivation für den Erwerb wirtschaftsbezogener Kompetenzen und berufliche Mobilität fördert.

Landrat Franz Josef Diel betonte, dass das EBBD nicht nur einen Mehrwert für alle davon tangierten Schüler/innen darstelle, sondern im Zuge der Globalisierung zur Stärkung der Schullandschaft im Landkreis und dem Wirtschaftsstandort Bad Kreuznach, in dessen Region viele Unternehmen im Rang von Global Playern angesiedelt sind, beitrage. Aber nicht nur Große Unternehmen benötigten die mit dem EBBD-Level verbundenen Fähigkeiten, sondern auch kleine Unternehmen suchten flexible und hochqualifizierte Mitarbeiter. „Wir sind als Schulträger stolz darauf und gratulieren der BBS Wirtschaft, deren innovatives Denken und Handeln nun auch diese Anforderungen bei der Ausbildung ihrer Schüler erfüllt“ resümierte der Landrat.

 

Prof. Dr. Bechtoldt dankte zum Abschluss den Studiendirektoren Esther Barkanowitz und Günter Schwindt für die Umsetzung der EBBD-Zertifizierung, Frau Schmitt für die Kooperation in der Zertifizierungsphase, dem Schulleitungsteam und dem Kollegium für das Engagement bei der Anpassung der schulinternen Arbeitspläne und nicht zuletzt den Schülerinnen und Schülern für ihren Enthusiasmus und die Bereitschaft sich auf diese neue Herausforderung zum Wohl der Schülerinnen und Schüler einzulassen. Wer Interesse an dieser Bildungschance hat, kann im Anschluss an die Infoveranstaltungen zum Beruflichen Gymnasium Wirtschaft am 5.12. und 16.1. (jeweils 18 Uhr in der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach, Rheingrafenstr. 20) in einer EBBD-Präsentation Details erfahren.

Kerstin Belyea, Bildungsministerium, Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, StD Esther Barkanowitz (BBS KH), StD Ute Schmitt (BBS LU), Landrat Franz Josef Diel bei der Verleihung der Akkreditierungsurkunde.

Klassenfahrt der BOS2W15 nach Barcelona

Unsere Klassenfahrt startete am Dienstag, den 07.06.2016 auf dem Flughafen Frankfurt Hahn mit Ryanair in Richtung Girona. Einchecken, Schwitzen beim Wiegen der Koffer (Gottseidank musste keiner was nachzahlen!), Boarding und ab in den Flieger nach Barcelona. Die Beinfreiheit der Billigairline hatte nix mit Freiheit im eigentlichen Sinn zu tun, aber unseren Lehrern war ja schließlich daran gelegen, unser Portemonnaie zu schonen.

Nach der Landung in Girona, ging es weiter mit dem Bus zum Estacio del Nord in Barcelona. Nun nur noch "ein paar Schritte" bei brütender Hitze mit dem Koffer quer durch die Innenstadt von Barcelona und wir hatten das Hotel auch schon vor unseren Augen. Nachdem die Zimmer eingeteilt waren, hatte jeder die Möglichkeit, sich ein wenig zu entspannen oder auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Unser Hotel war natürlich kein Ziel der Hautevolee, aber mit einer unschlagbaren Lage direkt zentral in Barcelona. Sobald man das Hotel verließ, war man mittendrin im Leben einer, wie wir alle fanden, fantastischen Stadt. Man kann durchaus sagen, einer der schönsten Städte Europas. Gegen Abend trafen wir uns mit unseren Lehrern, um noch den Placa del Rey, die Ramblas, den Mercat de La Boqueria (mit den leckersten Smoothies der Welt) sowie den alten Hafen zu erkunden - reich bestückt mit teuren Yachten.

Mittwochs ging es zum Plaza Espanya, der uns alle mit seinem einzigartigen Springbrunnen faszinierte. Obwohl der Plaza Espanya ordentlich weit weg und nicht wie angekündigt "grad um die Ecke von hier" war, war Laufen angesagt zum Leidwesen der Schülerschaft. Entlang des Springbrunnens führten uns Treppen auf eine Augenhöhe, von der man eine unschlagbare Aussicht auf Barcelona hatte. Im Anschluss daran ging es Richtung Olympiagelände und Olympiastadion. Ein riesiges Gelände, das ohne Zweifel prädestiniert ist für große Sport- und Musikveranstaltungen. Der Rückweg in die Stadt führte uns am neuen Hafen und dem Shopping Center Mare Magnum vorbei zurück ins Hotel. Wir hatten nun bestimmt schon 12 km auf den Sohlen, daher waren die Lehrer so lieb, uns abends etwas Freizeit einzuräumen und zeigten uns ihre Lieblingsbars und Tapas- Restaurants (diesmal wirklich) "um die Ecke".

Donnerstags stand dann der berühmte Künstler Gaudi auf dem Programm, der das Stadtbild von Barcelona mit seinen einzigartigen Gebäuden und Parkanlagen prägt. Seine Architektur ist Geschmackssache, aber uns allen hat sie sehr imponiert. Wir hatten den Eindruck, dass Frau Barkanowitz bald mehr über seine Gebäude und seine Person wusste als er selbst. So wurden wir äußerst umfangreich informiert. Wir starteten (erneut) zu  Fuß in der Altstadt, setzten unsere Wanderung über den exklusiven Passeig de Gracia fort, weiter zu Casa Batlo, La Pedeira und Park Guell und kamen schließlich nachmittags an der Sagrada Familia an, dem Wahrzeichen von Barcelona. Gigantisch. Gegen Abend hatten wir glücklicherweise wieder Freizeit, da unsere Beine uns wahrscheinlich keinen Zentimeter mehr weiter getragen hätten. Um von der Sagrada Familia heimzukommen, bevorzugten wir alle die U-Bahn. Wenn wir am Tag vorher 12 km zurückgelegt hatten, dann waren es heute sicherlich über 15km - 1/3 davon bergauf! Ein Teil von uns legte sich danach erst einmal eine Runde schlafen und die anderen, physisch resistenter, zogen Badekleidung an und marschierten Richtung Strand, was auch wieder 20-30 Minuten Fußweg beinhaltete.

Freitags war ein Spaziergang zum Park de la Ciutadella und dem Arc de Triomf angesagt. Es war brütend heiß, aber das störte uns nicht weiter, da der besagte Park wirklich von Anfang bis Ende beeindruckte. Ein fantastischer Stadtpark mit einem Springbrunnen, der noch wesentlich größer war als der Springbrunnen am Plaza Espanya, aber leider „out of order“ wegen Wartungsarbeiten. Da es früh am nächsten Morgen schon wieder nach Hause ging, hatten wir den Nachmittag frei, um uns am Strand zu erholen und die Klassenfahrt gemütlich ausklingen zu lassen.


Goodbye Virtual Reality- Hello Nature

Geocaching auf der Moschellandsburg

Beim diesjährigen gemeinsamen Wandertag des Englisch-Leistungskurses und der Gy 14e erlebten wir einen aufregenden Tag in der Natur, da wir mittels Geocaching verschiedene Stationen in Wald und Feld finden mussten, an denen es Aufgaben zu bewältigen galt. Das letztendliche Ziel war die Burgruine Moschellandsburg, wo spannende Abenteuer auf uns warteten- unter anderem Bogenschießen und Slacklining. Auch mussten wir das sogenannte „Ostfriesenabitur“ bestehen, was nicht so einfach war wie es klingt.

Ein ganz besonderer Moment war als man den Ausblick von der Kletterstation „Hoher Fels“ über die umliegenden Weinberge genießen konnte. Die Slackline, die am höchsten Punkt 8 Meter über dem Waldboden gespannt war, stellte für einige von uns  trotz fachmännischer Sicherung eine Herausforderung dar, die aber von den meisten bewältigt wurde . Ein weiteres Highlight war das Bogenschießen, bei dem man mit einem richtigen Jagd-Bogen und einer richtigen Jagd-Armbrust auf eine Zielscheibe schießen durfte. Beim Bogenschießen wurde die Bogenstärke den verschiedenen Pfeiltypen zugeordnet und auch an die Kräfte der einzelnen Schüler angepasst.

Danach konnten wir uns bei Frau Barkanowitz beim gemeinsamen Grillen mit dem Lehrerteam entspannen und stärken. Diejenigen, die noch genug Energie hatten, durften auch noch reiten oder einfach nur mit den verschiedenen Tieren auf dem Bauernhof schmusen.  

Insgesamt hatten wir einen gelungenen Wandertag, bei dem viel gelacht und viel erlebt wurde, obwohl das Wetter nicht immer auf unserer Seite war.


Fit für den Einstellungstest? – Polizei und BBS Wirtschaft Bad Kreuznach informieren

Am Samstag, den 13.02.2016, bietet das Polizeipräsidium Mainz in Kooperation mit der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach ein kostenloses Bewerbertraining für das Auswahlverfahren bei der Polizei an.

Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr mit einer kurzen Einführung, danach erhalten Interessenten einen Einblick in verschiedene Bestandteile des Eignungstests. Aus erster Hand werden an verschiedenen Stationen Hinweise zur Vorbereitung gegeben und mit kurzen Übungsaufgaben kann der "Ernstfall" geprobt werden.

Außerdem besteht die Gelegenheit, sich über die beruflichen Perspektiven bei der Polizei zu informieren.

Das Angebot richtet sich an Bewerber für das Bachelor-Studium bei der Polizei und Bewerber für die Höhere Berufsfachschule „Polizeidienst und Verwaltung“, aber auch an junge Leute, die sich noch in der Berufsorientierung befinden.

Das Bewerbertraining findet statt in der

Berufsbildenden Schule Wirtschaft

Rheingrafenstraße 20

55543 Bad Kreuznach

und dauert bei Teilnahme an allen Testabschnitten bis ca. 14 Uhr.

Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke werden während der Veranstaltung von den derzeitigen Polizeischülern kostengünstig angeboten. Die BBS stellt kostenfreie Parkplätze unmittelbar vor ihrem Haupteingang zur Verfügung.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Einstellungsberatung des Polizeipräsidiums Mainz:

Telefon: 06131/65-3287 oder Email: ppmainz.einstellungen@polizei.rlp.de


Schüler der berufsbildenden Schule Wirtschaft stürmen die Loferer Berge

Auch in diesem Jahr fuhren 27 skifahrbegeisterte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums mit wintersport-qualifizierten Lehrkräften nach Lofer in Österreich, um Gemeinschaft zu erleben, bei entsprechendem Wetter ein paar Tage Sonne zu genießen, sich gemeinsam beim Sport oder beim Wandern im Schnee zu vergnügen und natürlich auch Fortschritte im Ski-Sport zu machen. Die Unternehmung wurde übrigens für alle Teilnehmenden erschwinglich, weil die Schule über Klassensätze Wintersportausrüstung (Skier, Snowboards und persönliche Schutzausrüstung etc.) verfügt, die im Bus gleich mittransportiert wurden.

Vor Ort beförderten Lifte täglich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freizeit über schwindelerregende Täler und Berggrate hinweg auf die Gipfel Schönbühel (1623m) bzw. Grubhörndl (1747m). Dort wurde ein überwältigender Panoramaausblick auf das lokale Alpenmassiv geboten; Abfahrtmöglichkeiten verschiedener Schwierigkeitsgrade bis ins Tal ließen keinen Wunsch der jungen Alpinisten offen. Auch die Sonne tat ihr Bestes, um ein paar wunderschöne Tage in Lofer zu bescheren. Die begleitenden Skilehrer, Oberstudienrätin Viehl sowie die Studienräte Baumann und Barth, vermittelten ihren Anvertrauten schnell weitere Kniffe zu einem sicheren Skifahren, was z. B. daran ersichtlich wurde, dass sich Anfänger zu Beginn auf dem Übungshang versuchten, später auch anspruchsvollere „blau“ und „rot“ gekennzeichnete Pisten befuhren und manche sich dann sogar an eine „schwarze“ Piste trauten.

Die Fortgeschrittenen der Gruppe wählen gleich die schnelleren „schwarz“ gekennzeichneten Abfahrten und „flitzten“ regelrecht vom Berg ins Tal – und das ohne jeden Zwischenfall. Neben sportlichem Können war dies natürlich auch einer großen Portion Glück zu verdanken.

Die schöne Zeit verging leider wie im Flug, blieb jedoch durch viele tolle Erlebnisse unvergessen. Der letzte Abend wurde im Aprés Ski Haus „Karussell“ verbracht. Man ließ Erlebnisse Revue passieren, tauschte Fotos und war schließlich auch der BBS Wirtschaft im weit entfernten Bad Kreuznach dankbar, dass eine solch gruppenstiftende Gemeinschaftsunternehmung überhaupt ermöglicht und mit entsprechender Ausstattung subventioniert worden war.

Insgesamt verlief die Fahrt ohne Verletzte oder Probleme und auch die An- und Rückreise war tadellos - ein Dankeschön geht dafür an unseren Busfahrer Hans, an unsere engagierten Lehrkräfte und an Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt für die Genehmigung dieser besonderen Phase im Schulalltag.

Alpinisten der BBS Wirtschaft

Polizeipräsident Hamm begrüßt die neue Polizeiklasse HBFPV 15 an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach

Zum Beginn des neuen Schuljahres fand der „neue“ Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm seinen Weg nach Bad Kreuznach, um die 19 neuen Schülerinnen und  Schüler der Höheren Berufsfachschule „Polizeidienst und Verwaltung“, eine der neun Schulformen der BBS Wirtschaft, persönlich zu begrüßen.

Zusammen mit dem Schulleiter, Herrn OStD Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, überreichte Polizeipräsident Hamm die schriftlichen Zusagen für eine Einstellung als Polizeikommissar-Anwärterin/-Anwärter in den Polizeidienst des Landes Rheinland-Pfalz nach erfolgreichem Abschluss der zweijährigen Schulzeit in Bad Kreuznach.

Von der Hochschule der Polizei war Polizeihauptkommissar Joachim Wolff, Koordinator für diesen Bildungsgang, angereist. Auch er wünschte  den 7 Schülerinnen und 12 Schülern viel Glück und eine gute Zeit in Bad Kreuznach, und gab einen kurzen Einblick auf das anschließende Studium an der Hochschule der Polizei.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich in den ersten Tagen beeindruckt von einer für Sie ganz neuen „Schulwelt“, in der auch uniformierte Polizeibeamte als Lehrkräfte vor der Klasse stehen.

Zusammen mit der Oberstufe konnten sich die neuen Schülerinnen und Schüler über den Bildungsgang und ihren Traumberuf informieren und erste Erfahrungen austauschen. So ging es motiviert und voller Erwartungen in die ersten Schultage.

Einige der Neulinge schildern hier ihre ersten Eindrücke und Erwartungen:

Guyliana May:

Die ersten Tage an der neuen Schule waren ziemlich aufregend, neue Lehrer, neue Klassenkameraden und viele neue Eindrücke. Nach der netten Begrüßung freue ich mich auf die nächsten beiden Jahre und erhoffe mir eine gute Vorbereitung für das Studium auf dem Hahn.

Miguel Rehm:

Die ersten Tage waren viel besser als ich erwartet hatte. Von Anfang an kam eine harmonische Stimmung auf. Zudem wurde uns deutlich gemacht, worauf wir uns einstellen und vorbereiten müssen, dass fand ich sehr gut.  Die ersten Eindrücke von der Klasse und den Lehrern waren sehr positiv, was meine Motivation für die nächsten zwei Jahre noch steigerte.

Salih Sabri Yüksel:

Meine ersten Schultage waren sehr aufregend, meine Erwartungen wurden voll erfüllt, wenn nicht übertroffen. Am meisten gefielen mir die Disziplin, sprich Lehrer in Uniform und Regeln, an die man sich zu halten hat, sowie eine sich schnell entwickelnde Klassengemeinschaft.  Die ersten Tage haben mich sehr motiviert und ich freue mich auf die nächsten beiden Schuljahre.

Larissa Beitz:

Ich war etwas erstaunt, dass so wenige Schülerinnen und Schüler in einer Klasse sind. Am Anfang war es schon etwas komisch, weil alles neu war, aber nach der netten Begrüßung und der Vorstellungsrunde lockerte sich die Anspannung. Ich erhoffe mir einen guten Zusammenhalt in der Klasse und eine gute Vorbereitung auf das Studium.

Herzlich Willkommen den neuen angehenden Polizisten; vorne links Polizeipräsident Hamm, dahinter Prof. Bechtoldt.

BBS Wirtschaft Bad Kreuznach leistet Beitrag zum gewaltfreien Miteinander

Die BBS Wirtschaft Bad Kreuznach organisierte in der zweiten Woche  des Schuljahres 2015/16 ein eintägiges Anti-Aggressionstraining für die Schüler/innen der Berufsfachschule I. Geleitet wurde die Veranstaltung von George Ford, einem erfahrenen Kampfkunst-Trainer und Inhaber der George Ford Akademie Mainz, und stand ganz unter dem Motto: „Locker bleiben – ohne Gewalt gewinnen“.

Beide Klassen der Berufsfachschule I der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach durften am Morgen des 14.09.2015 bzw. des 16.09.2015 ihre Bücher ausnahmsweise zuhause lassen, um einen Schultag lang zu lernen, wie man sich auch ohne den Einsatz von Gewalt durchsetzen kann. Initiiert wurde das Anti-Aggressionstraining in Zusammenarbeit des Schulleiters, Oberstudiendirektor Prof. Dr. Bechtoldt, den Lehrkräften Oberstudienrätin Iris Schöffel, Studienrätin Kerstin Proksch und Studienrat Marc Walgenbach, sowie dem Kampfkunst-Trainer George Ford. Bei dem ca. fünfstündigen Training wurden die Schüler/innen hinsichtlich selbstbewusstem Auftreten, Deeskalationsstrategien und Selbstverteidigung geschult.

Schulleiter und Lehrkräfte setzten den Termin der Veranstaltung bewusst an den Beginn des Schuljahres. Denn so erfüllte der Projekttag, neben dem zweifelsohne wertvollen Beitrag für einen friedvollen Umgang miteinander, einen weiteren wichtigen Nutzen: Die Schüler/innen der Berufsfachschule I kommen von unterschiedlichen Schulen und kennen sich zu Beginn des Schuljahres größtenteils noch nicht. Des Weiteren sind die Klassenverbände multikulturell geprägt. Das Anti-Aggressionstraining schaffte daher einen außerunterrichtlichen Rahmen, in dem sich die Schüler/innen besser kennenlernen und Berührungsängste abbauen konnten. Das Klassenklima wurde somit verbessert und der Klassenzusammenhalt nachhaltig gestärkt.

Finanzielle Unterstützung erfuhr die BBS Wirtschaft Bad Kreuznach vom Landessportbund Rheinland-Pfalz. Dieser setzt mit seinem Projekt „locker bleiben – ohne Gewalt gewinnen“ seit mittlerweile über zehn Jahren ein erfolgsversprechendes Zeichen für einen gewaltfreien Umgang miteinander. Idee des Projektes ist, dass junge Menschen durch sportliche Betätigung den Umgang mit Niederlagen, Respekt gegenüber dem Gegner, Fairness, Toleranz und Regelakzeptanz lernen und somit Gewaltpotential abbauen. Gefördert werden dabei Maßnahmen, die einen sportbetonten Charakter aufzeigen und gewaltpräventive Inhalte und Maßnahmen umfassen.

Ein besonderes Dankeschön richten Schulleiter und die beteiligten Lehrkräfte an den Verein der Freunde und Förderer der Berufsbildenden Schule Bad Kreuznach, welcher den größten Teil der Kosten übernahm. Somit war seitens der Schüler/innen nur eine geringe Selbstbeteiligung nötig.


Umweltpotenziale im Stadtgebiet Bad Kreuznach nachhaltig fördern und nutzen.

Schulgelände der Berufsbildenden Schule Wirtschaft entwickelt sich zu einem der wertvollsten innerstädtischen Biotope.

Verantwortung vor Leben und Gesetz:

Verantwortungsbewusste Starke helfen Schwachen - gemäß Albert Schweitzer: Leben ist Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das Leben will. Das Aussterben von Arten auf unserem Planeten ist leider unumkehrbar. Tiere und Pflanzen haben nicht nur Eigenwerte, sondern auch Funktionen im sensiblen Ökosystem der Erde. Von diesem wiederum hängt der Mensch selbst ab. Wird das Ökosystem gestört, tangiert das alle Beteiligten negativ.

Das aktuelle Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege formuliert in § 1 Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege und gibt konkrete Aufträge.

(1) Natur und Landschaft sind … im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, dass

1. die biologische Vielfalt,

2. die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts …

3. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit …

auf Dauer gesichert sind; der Schutz umfasst auch die Pflege … und … die Wiederherstellung von Natur und Landschaft.

(2) Zur dauerhaften Sicherung der biologischen Vielfalt sind …

1. … Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten zu erhalten und der Austausch zwischen den Populationen sowie Wanderungen und Wiederbesiedelungen zu ermöglichen,

2. Gefährdungen von … Ökosystemen, Biotopen und Arten entgegenzuwirken,

3. Lebensgemeinschaften und Biotope … zu erhalten; bestimmte Landschaftsteile sollen der natürlichen Dynamik überlassen bleiben.

Die Vision: Schüler und Schülerinnen der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach bilden nicht wie sonst üblich in den Pausen auf dem Schulgelände „schweigende“ Gruppen mit Smartphones in der Hand, um öde Vines, SMS oder WhatsApp zu verschicken, zu empfangen oder womöglich mit ihnen über Kameraden mobbend herzuziehen. Zumindest ein Teil unserer Digital Natives hat ein anderes Interesse - sie formieren sich neuerdings in unserer Bildungseinrichtung, um Aktivitäten vom Aussterben bedrohter Arten wie Zwergfledermäuse, Reptilien oder Insekten zu beobachten, zu erfassen und zu begreifen. Damit das möglich wird, plant und schafft die Schulgemeinschaft systematisch Biotope für gefährdete und seltene Arten - und das mitten in einem aufstrebenden, expandierenden und dichtbesiedelten urbanen Raum.

Rund um die Fassade des Schulgebäudes und am alten Baumbestand des Parkplatzes werden zur Zeit Fledermausbretter angebracht, auf dem weiteren Schulgelände Feuchtbiotope betreut, künstliche Lesesteinriegel eingebaut, Wildwiesen angelegt, Bienenstände errichtet - die BBS Wirtschaft Bad Kreuznach ist übrigens seit 2015 ein registrierter bienenhaltender Betrieb.

Hintergrund des Handelns: Ein spannender pädagogisch-didaktischer Prozess ist im Gange; dieser ermöglicht es Schülern und Schülerinnen, im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, „sich nicht nur als Teil eines komplexen biologischen Systems, sondern als gesamtverantwortlicher Teilnehmer mit individuellen Einflussmöglichkeiten zu begreifen“ (cf. Lehrplan für das Unterrichtsfach Biologie, Berufliches Gymnasium, 27.08.2012, S. 10).

Die Location: Das weiträumige, von der Topographie wie ein langgezogenes Rechteck angelegte Schulgelände zwischen Bahnlinie, Rheingrafen-, Ringstraße und Viadukt zeichnet sich nach genauerer empirischer Untersuchung durch eine bemerkenswerte Artenvielfalt aus. Auf diesem fast ca. 9 ha großen Areal, das als grüne Lunge mitten im südlichen Teil der Stadt Bad Kreuznach positioniert ist, haben sich seit Jahrzehnten diverse schützenswerte bzw. bereits geschützte Arten aus Fauna und Flora fest etabliert. Heimische Orchideen wie das Purpur-Knabenkraut oder die Bocks-Riemenzunge bevölkern neben weiteren geschützten Blumen und Sträuchern, z. B. das Pfaffenhütchen, dieses innerstädtische Biotop genauso wie Schlingnatter, Zaun- und Mauereidechsen, Blindschleichen, gemeinsam übrigens mit Fasanen, Eichhörnchen, Igeln und bedrängten Singvögeln (darunter die Nachtigall),  ferner bedrohten und unter Schutz stehenden Libellen-, Wildbienen-, Hummeln- und Schmetterlingsarten etc.

Die genannten Lebensformen lieben den verschachtelten, kleinräumigen Wechsel aus offenen, niedrigbewachsenen, mit Blumen- und Stauden bestandenen und teilweise gehölzdominierten Standorten mit hoher Kleinstruktur- und Unterschlupfdichte. Die genannten Reptilien, weitere Käfer und Spinnenarten, bevorzugen als Biotope die Schotterflächen, die an die Bahnlinie angrenzen, Schotterflächen des Parkplatzes und die dort vorhandenen Lesesteinhaufen- bzw. künstlichen Steinriegel aus großformatigen Bruchsteinen, die z. B. als Abgrenzung der Parkplätze dienen und im Innern gewünschte Hohlräume und Dauerquartiere bieten. Diese Steinriegel verlängern die Biotope des nordöstlich der Schule gelegenen Kohlenwegs. Im dortigen historischen Monumentalmauerwerk entlang der Bahnstrecke sind diverse Reptilienarten seit Jahrzehnten fest beheimatet. Weiterhin bemerkenswert ist, dass die tiefliegende Bahnlinie wie ein Bau-Riegel im Erdreich das vom Kuhberg in die Stadt strömende Grundwasser aufstaut - innerstädtische geographische Namen aus alten Zeiten wie Wassersümpfchen oder Kuhtränke zeugen von der Wasserführung. Ein Teil des am Weiterfluss gehinderten Grundwassers schafft am Fuße der sonst eher unwirtlichen Bahnlinie in offenen Drainageschächten Lebensräume für Amphibien, die ebenfalls ihre Wege entlang der Bahnlinie und des Schulgeländes suchen und dort auch passende Biotope antreffen.

Allein der 600 m lange Schulparkplatz, begrenzt in Richtung Schienenkörper durch emissionspuffernden wertvollen Hecken- und alten Baumbestand - anfallender Grünschnitt wird teilweise darin entsorgt und bildet eigene Biotope, stellt als Freifläche ein ganz hervorragendes Jagdbiotop verschiedener Fledermausarten dar. Das wertvolle Schulbiotop liegt übrigens nicht viel weiter als ca. 500 m entfernt vom Naturschutzgebiet Nahe.

 „In Anpassung an durch menschliche Bebauung veränderte Umweltbedingungen finden dort z. B. die dicht an der Vegetation oder im freien Luftraum jagenden Fledermäuse große Mengen nachtaktiver Falter und andere nahrhafte Insekten, die hier auf dem Schulgelände, angelockt durch den wärmeabstrahlenden Asphalt, die ausgedehnte Gebäudebeleuchtung und unachtsam entsorgte Essensreste, erfolgreich ihr Habitat besiedelt haben“, so Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt. „Das Beutetierangebot ist in Verbindung mit den strukturellen Gegebenheiten der Flächen stets der entscheidende Faktor für das lokale Auftreten einer Population. Eine einzige Zwergfledermaus vertilgt dabei beispielsweise bis zu 3.000 fliegende Insekten pro Nacht und schützt damit die in dieser Region der Stadt wohnenden Menschen vor blutsaugenden Plagegeistern. Wenn diese Fluginsekten nicht durch Fledermäuse oder etwa Spinnen dezimiert würden, könnten in den Sommermonaten Menschen dort nicht in Ruhe sitzen, spazieren oder schlafen“ führt er weiter aus.

Zur Genese: An der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach kam es aktuell, angeregt durch eine ganze Gruppe Umweltinteressierter um Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt, der selbst jahrzehntelang ehrenamtlich im Bereich Naturschutz engagiert ist (Kreisjagdmeister und Mitglied des Naturschutzbeirates) und bereits vor einem Jahrzehnt die ersten Fledermauskästen kaufen und aufhängen ließ, zu neuen Ideen. Dank der Unterstützung durch Lehrkraft und Tierärztin Sandra Schubert, Schulsozialarbeiterin und Imkerin Susanne Mohn und Hausmeister Erik Thomas, Naturschützer und gelernter Schreiner, kam es zu einer weiterführenden Initiative. Im Sommer 2015 wurden zehn kleinere Fledermauskästen zur künftigen Nutzung durch Fledermausmännchen sowie fünf großformatige Nistkastenbretter für Fledermausweibchen und ihre Jungen, die genügend Raum für eine Wochenstube mit bis zu 100 Muttertieren bieten, gebaut. Als Wochenstube wird das Quartier bezeichnet, in dem sich die trächtigen Weibchen der Fledermäuse zusammenfinden, ihre Jungtiere zur Welt bringen und diese gemeinsam aufziehen. Diese Wohnungsbaumaßnahmen für Kleinsäuger sind schwerpunktmäßig zur Angebotsbereicherung des Aufzuchtsjahres 2016 bestimmt; das Fortpflanzungsgeschehen ist aktuell (Spätsommer 2015) im Gange.

Es ist geplant, zum beginnenden Schulhalbjahr in Zusammenarbeit mit interessierten Schülerinnen und Schülern neuer Jahrgänge diese Fledermausquartiere wetterfest zu machen, weitere zu bauen und unter Beachtung der Himmelsrichtung - auch das müssen Jugendliche ohne Bezug zu den Gestirnen heute leider erst einmal lernen - und der damit verbundenen Witterungseinflüsse günstig zu platzieren. So entsteht allmählich das dann wohl größte künstliche Fledermausquartier im Stadtgebiet.

Die zu einem Ortstermin in der BBS Wirtschaft anwesenden Vertreter des NABU Rheinland-Pfalz zeigten sich von dieser Projektreihe und den weiteren Naturschutzmaßnahmen der Bildungseinrichtung begeistert. Für dieses bereits jetzt „beispielhafte und vorbildliche Engagement“ wurde die Schule dann auch am 20. August 2015 durch Cosima Lindemann vom NABU Rheinland-Pfalz im Rahmen der Aktion „Fledermäuse willkommen“ mit einer Urkunde und einer Plakette zur Anbringung am Gebäude ausgezeichnet. Die Fledermausexpertin des NABU merkte an: „Fledermäuse brauchen solche Projekte bzw. vorausschauende Hilfestellungen, denn bedrohte Arten wie die Zwergfledermaus, sind mittlerweile auf Quartiere an Gebäuden angewiesen“. Herr Michalski, Vorsitzender des NABU Bad Kreuznach, und Kenner der hohen Qualitäten und Schutzwürdigkeit des in Jahrzehnten gewachsenen Schulbiotops, unterstützte die Aktion zusätzlich durch seinen fachkundigen Rat. In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, die im Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aufgeführt und deshalb nach dem eingangs erwähnten Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind. Für deren Schutz sind bestimmte Maßnahmen erforderlich, um Folgen der Lebensraumveränderungen, wie die Zurückdrängung der Wälder zugunsten offener Flächen und junger Monokulturlandschaften in Form schnell wachsender Nadelgehölze an Stelle alter Laubbaumbestände, Einsatz von Bioziden, Sanierungen an Häusern und anderen Gebäuden, gravierende bauliche Veränderungen zuungunsten der Fledermäuse etc. abzumildern. Zu den ca. 20 rheinland-pfälzischen Fledermausarten zählen vorwiegend die Zwerg-, Rauhhaut-, Mücken- und Mopsfeldermaus, der Große und Kleine Abendsegler und das Graue und Braune Langohr. Ehemals ansässige Arten, wie die Kleine Hufeisennase, sind ausgestorben. Hier erkannte man die Notwendigkeit der Unterstützung durch den Menschen leider zu spät; am besagten Habitat der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach soll es dazu nicht kommen.

Die nun hier primär unterstützte Zwergfledermaus gehört zu den kleinsten Arten der sog. Microchiroptera  in Deutschland. Mit zusammengefalteten Flügeln ist sie ungefähr so groß wie eine Streichholzschachtel und wiegt durchschnittlich etwa so viel wie zwei Gummibärchen. Die Art gilt als anpassungsfähig und nutzt eine Vielzahl von Lebensräumen. Wochenstubenquartiere findet sie zumeist in engen Spaltenräumen in und an Gebäuden - falls diese nicht „weggebaut“ wurden.

Quelle: http://www.ffh-anhang4.bfn.de/ffh_anhang4-fledermaeuse.html
Foto: Christian Jungmann

Gewicht: 3-8g
Körpergröße: 33-50 mm
Spannweite: 19 cm

Fledermäuse erhalten „Geleitschutz“ von hoher Warte: Eine optimale Nutzung des Standortpotentials im Blick, wurde aufgrund der Höhe des Schulgebäudes von fast 30 Metern an einen weiteren Luftakrobaten gedacht. Der Turmfalke, Falco tinnunculus, gilt als Profiteur der Urbanisierung und bevorzugt als Zivilisationsfolger hoch gelegene Brutplätze. So nutzte er in 2015 einen Vorsprung des Glockenturms an der etwa 200 m entfernt liegenden Diakoniekirche zur Eiablage, allerdings ohne Bruterfolg. Auf dem Flachdach der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach erweitert jetzt eine zusätzliche Brutmöglichkeit das Immobilienangebot der innerstädtischen Turmfalken. Herr Ernst Wolfs, Greifvogelfachmann des NABU, stellte dazu einen Nistkasten zur Verfügung und attestiert hierfür am Schulhabitat einen „hervorragenden Standort, der mit Sicherheit schnell ausgekundschaftet und angenommen sein wird“.

 Im Frühsommer 2016 könnten nach erfolgreicher Brut dann die Jungtiere beringt werden. Ein kleiner Aluminiumring um den Fuß mit einer entsprechenden Buchstaben - und Zahlenkombination wird die schulische Herkunft des Greifvogels nachweisen, sodass Informationen über dessen Zugverhalten, Lebensdauer, Ernährung, Fortpflanzung und Sterblichkeit gewonnen und ausgewertet werden können.

Unverkleideter Falkenbrutkasten auf dem Flachdach der Schule.

Die Bienen: New York, Paris, Mainz und Bad Kreuznach liegen – zumindest bei den Honigbienen - auf einer Linie

Die BBS Wirtschaft Bad Kreuznach ist dank der Initiative der Schulsozialarbeiterin und Freizeit-Imkerin Susanne Mohn seit Juli 2015 als bienenhaltender Betrieb registriert und somit Teil einer internationalen Bewegung: „Überall in den Metropolen boomt die Stadt Imkerei“. Denn auch hier wird eine äußerst nützliche Spezies durch menschliche Ertragsoptimierungsmaßnahmen zurückgedrängt. In einer ländlich-landwirtschaftlichen Monokultur, in der im Zuge der Flurbereinigung und durch die Zwänge der Gewinnoptimierung Hecken, Kleingehölze, Waldstücke und Bachränder systematisch „umstrukturiert“ und immer seltener werden, können Bienen nach der Ernte nicht mehr genügend Pollen und Nektar sammeln. Mancherorts finden Bienen bereits im Juli nur noch blütenfreie Flächen vor.

„Auf dem Land hungern die Bienen“, bedauert Manfred Hederer, Präsident der deutschen Berufsimker. „Manche Völker sterben mitten im Sommer.“

Glücklicherweise stellt sich die Situation in einer Stadt differenziert dar. Hier werden kaum Pestizide eingesetzt oder Blüten frühzeitig abgemäht; ein vielfältiges Nahrungsangebot halten begrünte Dachterrassen, Blumenkästen und -kübel, Kleingärten, ungedüngte Blumenwiesen, Brachflächen, Friedhöfe und blühende Alleebäume bereit.

Für die Schüler und Schülerinnen, die sich zusammen mit Frau Mohn um die Erhaltung der Bienenvölker kümmern möchten, springt dabei nicht nur selbst geschleuderter Honig heraus. Sie erhalten Gelegenheit, über eine Pollenbestimmung Hinweise über die lokalen Trachtpflanzen zu erlangen und sogar selbst mit Hand anzulegen: im Herbst diesen Jahres sollen zwei bienenweidegeeignete, gut 200 qm große Wildblumenwiesen entstehen. Die insektenjagenden Fledermäuse werden die Wiesen ebenfalls als Jagdgrund im Biotop Schule erobern und zu schätzen wissen.

Das Projektteam mit Falkenbrutkasten, Fledermauskasten und Fledermausbrettern (von links): Sandra Schubert, Erik Thomas, Susanne Mohn, Prof. Dr. Bechtoldt, Cosima Lindemann, Rainer Michalski, Ernst Wolfs (Foto: Carsten Zillmann, Oeffentlicher Anzeiger).

Berufsbildende Schule Wirtschaft Bad Kreuznach stellt bei den Rechtsanwaltsfachangestellten die Prüfungsbeste

Zum Ende des Schuljahres 2014/2015 schlossen u. a. 14 Schülerinnen der Richtung Rechtsanwaltsfachangestellte an der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach ihre Ausbildung mit durchweg sehr gutem Erfolg ab.

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Koblenz erhielten diese Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse; überreicht durch den rheinland-pfälzischen Staatsminister der Justiz, Prof. Dr. Gerhard Robbers und den Präsidenten der Rechtsanwaltskammer, Justizrat Rechtsanwalt Gerhard Leverkinck.

Besondere Glückwünsche während dieser Feierstunde empfing Schülerin Madeleine Klein aus Breitenheim, ausgebildet in der Meisenheimer Kanzlei Lenhoff, die als Jahrgangsbeste des gesamten Oberlandesgerichtsbezirks Koblenz die Prüfungen durchlief und auch dadurch geehrt wurde, auf der Abschlussfeier die Abschiedsrede halten zu dürfen.

Der Schulleiter der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach, Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, brachte gegenüber den im Unterricht bei den Rfa-Klassen eingesetzten Lehrkräften seinen Stolz darüber zum Ausdruck, dass an seiner breit aufgestellten Bildungseinrichtung in den vergangenen Jahren im Bereich Rfa eine Schülerin beschult wurde, die dann, aufbauend auf ihrer bisherigen gymnasialen Karriere (samt Abitur) einen Abschluss mit solch ausgezeichneten Leistungen erreichen konnte: „Wir gratulieren ihr und allen weiteren Absolventinnen zum schulisch-beruflichen Erfolg und wünschen einen guten Start in das weitere Berufsleben.

Die stolzen Absolventen und Absolventinnen des Jahrgangs 2014/2015; Rfa 12.
Schülerin Madeleine Klein bei der Übergabe des Zeugnisses
Madeleine Klein während ihrer Abschlussrede
Überreichung des Gehilfenbriefes durch den Staatsminister der Justiz, Prof. Dr. Gerhard Robbers und den Präsidenten der Rechtsanwaltskammer Koblenz, Rechtsanwalt Justizrat Gerhard Leverkinck

Abiturienten der BBS Wirtschaft verabschieden sich positiv und nachhaltig

Inspiriert von Themen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes entwickelte unter Anleitung von Oberstudienrätin Daniela Bartkus-Börder der Grundkurs Gemeinschaftskunde der Klasse 12b des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft Bad Kreuznach die Idee, sich mit einer „Aufmerksamkeit für die Allgemeinheit“ in ihrer „Schulstadt“ aus dem regionalen Schulleben zu verabschieden. Dieser Gedanke fand spontan auch Gefallen in einem weiteren Kurs der Jahrgangsstufe 12, so dass sich auch die Klasse 13b der Abiturienten-Aktion anschloss.

Man nahm sich vor, ein positives Zeichen zu setzen und für einen Tag selbst aktiv zu werden. Die Idee des „Müllinator-Tages“ war geboren. Kursleiterin Daniela Bartkus-Börder leitete die Idee an Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer weiter. Spontan zeigte diese Begeisterung für ein solches schulisches Engagement und sagte Unterstützung des Schülerprojekts zu. Tatsächlich konnte ganz unkompliziert in Kooperation mit dem städtischen Bauhof dann eine Müllsammelaktion durchgeführt werden.

Das Planungsteam beschloss, von Bad Münster aus bis zur Bad Kreuznacher Stadtgrenze das Salinental von Wohlstandsmüll zu befreien. Wenige Tage vor dem Abiturball war es dann soweit: Bei strahlendem Sonnenschein, ausgestattet mit professionellen Zangen und Müllsäcken schwärmten die Schülerinnen und Schüler aus und brachten bei der Aufräumaktion Erstaunliches zu Tage. Schubladen und andere Möbelteile lagen, achtlos entsorgt, im Gebüsch, gebrauchte Windeln in der Höhle eines Baumstumpfs, leere Flaschen am Wegesrand. Besonders ärgerte sich das „ehrenamtliche Entsorgungsteam“ über Verpackungsreste und tausende von Zigarettenstummeln, die sich in der „grünen Lunge“ des Salinentals auf Schritt und Tritt fanden. Die Schülerreaktionen reichten dabei von Ekel bis zum massiven Ärger über das unbedachte Verhalten vieler Mitmenschen. All diese Fundstücke waren nämlich von Menschenhand - ohne Einschalten des jeweiligen Gewissens - an Ort und Stelle gelangt. Andererseits freuten sich die Umweltaktivisten der Berufsbildenden Schule Wirtschaft über das unterstützende Lob ihres während der Planungsphase eingebundenen Schulleiters Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, der selbst an manchen inner- und außerschulischen  Umweltprojekten partizipiert und vor allem auch bei der Arbeit vor Ort über die positive Resonanz der Passanten. Diese positiven Aspekte, verbunden mit der Anerkennung durch die Bad Kreuznacher Oberbürgermeisterin und die Verantwortlichen des städtischen Bauhofs, deuteten sie als kleinen Lohn für ihre ehrenamtliche Arbeit. Zudem hofften sie, dass mit dieser Aktion das Bewusstsein der Passanten für eine saubere Umwelt sorgen zu sollen, ebenfalls geschärft werden konnte.

Dieser Wandertag einer etwas anderen Art fügt sich ein in das Konzept eines handelnden Lernens. Auf der Metaebene der Reflexion des Geleisteten zurück im Unterricht sah sich mancher Schüler in der Tradition des Ökonomen und Soziologen Lucius Burckhardt, der die sogenannte „Spaziergangwissenschaft“ entwickelte. Burckhardt ging unter anderem der Frage nach: „Wie beschließt man eigentlich, was man in der Umwelt verändert? Auf der einen Seite wirkt der Mensch auf die Umwelt. Auf der anderen wirkt die veränderte Umwelt zurück auf den Menschen.“ In diesem Sinne sensibilisiert für politische Erfordernisse diskutierten auch die Schüler mögliche persönliche und politische Konsequenzen aus diesem Tag der konkreten Umwelterfahrung.

Müllinator-Tag der Klassen BGY12b und 13b begleitet von Kursleiterin D. Bartkus-Börder
Abiturientinnen mit Engagement am Werk: Duygu Urgulu, Nigina Faqhiri, Nathalie Krause und Selina Steuer.
Abiturienten der BBS Wirtschaft in voller “Müllsammelausrüstung”. Rechts vorne: Lehrkraft OStR’ Bartkus-Börder.

„Eine Investition in Wissen bringt die besten Zinsen“

BBS Wirtschaft verabschiedet sog. „Abendschüler“ mit der Fachhochschulreife

Gemäß dieser Devise, die auf eine Aussage Benjamin Franklins zurückgeht, besuchte eine Gruppe junger Berufstätiger für knapp zwei Jahre die Duale Berufsoberschule, eine von neun Schulformen an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach, um nun höherqualifiziert für neue Herausforderungen gerüstet zu sein.

Neben ihrer Berufstätigkeit besuchten die Mitglieder der Lerngruppe montags und mittwochs den abiturvorbereitenden Abendunterricht und freuen sich nun nach Erhalt des ersehnten Zertifikats auf ein Studium oder eine Aufstiegschance im bisherigen beruflichen Umfeld.

Propädeutisch geschult und mit erweitertem Fach- und Allgemeinwissen sehen die frischgebackenen Fachabiturienten optimistisch der Zukunft entgegen. Die individuellen Vorhaben sind breit gefächert und reichen vom Wunsch, einen IT-Studiengang einzuschlagen über das Ziel, im Gesundheits- und Pflegemanagement beruflich tätig zu werden, bis hin zur Aufnahme eines Jura-Studiums bzw. zum Besuch der Verwaltungshochschule.

Das engagierte Lehrerteam um Klassenleiterin OStR‘ Daniela Bartkus-Börder freut sich mit Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt über den schulischen Erfolg und die konkreten Karrierewünsche. „Den Absolventinnen und Absolventen muss man Achtung für ihren schulischen Erfolg entgegenbringen; auch alle Lehrenden unserer großen Bildungsanstalt können stolz sein, ihre pädagogischen und fachlich unterstützenden Beiträge zu dieser positiven  Entwicklung junger Erwachsener geleistet zu haben“, führt der Schulleiter aus. Übrigens, Anmeldungen zu dieser Schulform sind für den neuen Ausbildungsgang ab September 2015 auch jetzt noch möglich.

Das Fachabitur an der Dualen Berufsoberschule erlangten in diesem Jahr die Damen und Herren Ashraf Aqtash, Marcel Bartholome, Christian Beuscher, Ines Blauth, Tim Eigelsbach, Jamileh Hosseinpour, Katharina Janzer und Silke Mohr. Jahrgangbeste war Ines Blauth.

Klassenleiterin OStR‘ Daniela Bartkus-Börder und StR Michael Zeidler überreichen die Fachabiturzeugnisse in feierlichem Rahmen an die Absolventen der Dualen Berufsoberschule

Lernortkooperation an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach mit dem Städtischen Kindergarten Ria-Liegel-Seitz, Bad Kreuznach

Erfahrungsbezogenes Lernen statt dröger Wissensvermittlung und -abfrage konnten dank der Initiative von Tierärztin und Dozentin Sandra Schubert 16 Schülerinnen und 1 Schüler der BS Tfa 14, angehende Tiermedizinische Fachangestellte also, am Ende ihres 1. Ausbildungsjahres an der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach im Rahmen eines dreiwöchigen Projektes „live“ erleben. Das Thema lautete „Adressatengerechte Kommunikation in einem Beratungsgespräch in einer Vorschulkindergartengruppe zum Thema Kaninchen“.

Die anfängliche allgemeine Skepsis,  sie würden - so ein erstes Meinungsbild in der Klasse - doch den Beruf der / des Tiermedizinischen Fachangestellten und nicht den der Erzieherinnen und Erzieher anstreben, wich in der intensiven Auseinandersetzung schnell mit der Aufgabe. So entwickelten die Schüler ihren ganz eigenen Plan, indem sie sich inhaltlich auf tiergerechte Heimtierhaltung, exemplarisch an der für diese Altersgruppe gängigen, aber durchaus kritisch zu betrachtenden Haltung von Kaninchen, fokussierten. 

Und befanden sich dabei, ganz zufällig, in bester Gesellschaft. Seit Deutschland 2002 als erstes Land in der EU den Tierschutz ins Grundgesetz (Artikel 20a GG) aufgenommen und damit zum Staatsziel erhoben hat, haben Tierschutz und Tierrechte seitdem gesamtgesellschaftliche Relevanz. 

So wurde bereits ein ganz ähnlich konzipiertes Kindergarten-Projekt von der hessischen Tierschutzbeauftragten erfolgreich umgesetzt. 

Auch stellte sich rasch heraus, dass das Ziel „die Kinder zum Nachdenken über die Bedürfnisse eines Heimtieres anzuregen“, ohne dabei von oben herab belehrend aufzutreten, keine einfache Aufgabe ist. Im Kern geht es ja um die Frage: Wie gehe ich mit Schwächeren oder mit Andersartigen um? Emsig wurden Spiele und bekannte Kinderlieder umdefiniert, Rollenspiele entwickelt und Plakate gebastelt. Auf echte Kaninchen mussten die 10 Kinder der Kita allerdings verzichten. „Wir hätten uns sonst unglaubwürdig gemacht“, so der kurze Kommentar. Stattdessen griff man kurzerhand zurück auf Präparate wie Wildkaninchen oder Feldhase, ausgeliehen beim bereitwillig kooperierenden Landesjagdverband Rheinland-Pfalz in Gensingen. Dessen Bildungsreihe “Rollende Waldschule” hat mit diesem Kindergartenprojekt übrigens manche Berührungspunkte. 

Während und nach der Umsetzung dieser Aktion waren alle Beteiligten sehr zufrieden. Die Kinder nebst anwesenden Erzieherinnen zeigten sich von der Idee und den Spielen begeistert und wünschten sich zukünftig ähnliche Maßnahmen, die in das Konzept der „Öffnung des Kigas“ passen. 

Der Leiter der Ausbildungsschule, die Tierarzthelferinnen besuchen die Berufsbildende Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach, Professor Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, selbst aktiver Vertreter im Naturschutzverband LJV, Mitglied im Naturschutzbeirat und Kreisjagdmeister, war von der Idee ebenfalls begeistert: „Kindern im Vorschulalter zoologisch-biologische Fragestellungen nahezubringen und konkret in der Zeit vor wochenlangen Schulferien, in der sich manche Mitmenschen leider durch das Aussetzen ihrer beim Urlaub störenden Haustiere entledigen, und bei ihnen mittels eines Mentorensystems Aspekte von Tierschutz und Jugendarbeit aufzuzeigen, ist eine ausgezeichnete Idee. Den Tierschutzgedanken an die Zielgruppe zu vermitteln, wo oft Tiergeschenke unüberlegt getätigt werden, verdient hohe Anerkennung. Dass dabei junge tiermedizinische Fachleute Kiga-Kinder unterrichten, bringt hohe Authentizität. Man muss allen Beteiligten Dank sagen! Besonders sei unserer Lehrkraft Tierärztin Sandra Schubert gedankt.“

 

 

Künftige Polizisten der Höheren Berufsfachschule Polizeidienst an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach zur Hochschule „Hahn“ verabschiedet

Zum Ende des laufenden Schuljahres schloss auch der Bildungsgang mit der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Assistent für den Polizeidienst“ an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach ab. Er führte nach zwei Jahren Unterricht zur Fachhochschulreife und ermöglicht nun denjenigen Absolventinnen und Absolventen, deren Einstellungsvoraussetzungen nach wie vor gegeben sind, das Bachelorstudium „Polizeidienst“ an der Polizei-Hochschule Hahn zu beginnen.

Schulleiter Professor Dr. Hans-Joachim Bechtoldt überreichte anlässlich einer Feierstunde im Sitzungssaal der Kreisverwaltung Bad Kreuznach im Beisein des Mainzer Polizeipräsidenten Reiner Hamm, Herrn Landrat Franz-Josef Diel und weiteren Ehrengästen, die Zeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen. Bechtoldt betonte in seiner Laudatio, dass gerade diese Klasse sich besonders gut in den Schulbetrieb integriert und insgesamt ausgezeichnete Leistungen im kognitiven, physischen und auch im sozialen Bereich gezeigt habe. Der Schulleiter gab zudem seiner großen Freude Ausdruck, dass mit diesem bundesweit einmaligem Erfolgsmodell der Polizeiausbildung, zu dem auch die  BBS Wirtschaft Bad Kreuznach ihren Beitrag leiste, geholfen werde, den Nachwuchs der rheinland-pfälzischen Polizei zu sichern. Was an drei Standorten in Rheinland-Pfalz von der Landesregierung in guter Voraussicht etabliert worden sei, sei mittlerweile an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft zur erfolgreichen Routine geworden. Jahr für Jahr durchliefen hier bis zu 30 Schülerinnen und Schüler die Schulform HBF Polizeidienst und Verwaltung und würden im Fall eines erfolgreichen Studiums, das übrigens von Beginn an mit einem monatlichen Zuschuss von 1000.- Euro unterstützt wird, in den Polizeidienst übernommen. Unterrichtet werden sie dabei von schulischen Lehrkräften der BBS Wirtschaft in allgemeinen Fächern und von vier Polizeilehrkräften in speziell auf den Polizeiberuf vorbereitenden Lernfeldern. Prof. Bechtoldt: „Ich bin zudem sehr erfreut, dass wir in diesen Polizeiklassen – wie gewünscht – einen hohen Anteil von Schülerinnen und von Migranten aufweisen können. Dem Polizeiberuf werden dadurch leistungsstarke, mehrsprachige und höchst motivierte junge Menschen zugeführt.“   

Polizeipräsident Hamm unterstrich in seiner Dankesrede, gerichtet an Schüler und Schule, wie wichtig es für die Polizei Rheinland-Pfalz ist, jedes Jahr auf diesem Weg qualifizierte Studienanfänger zu gewinnen, die nach drei Jahren Studium dann endlich fertig ausgebildete Polizistinnen und Polizisten sind. „Der Polizeiliche Einzeldienst wartet sehnlichst auf Sie!“ rief er den Absolventen zu.

Alois Mayer, Koordinator und Lehrer an der HBFPV, blickte auf „liebe Schüler“ und hob hervor, dass mit dieser Klasse, die allesamt die Fachhochschulreife erreichten und überwiegend auch die Zulassung für das Bachelorstudium an der Polizeihochschule erreicht haben, nun eine besondere Klasse auf den Hahn geschickt wird: „Wir werden Euch vermissen!“ 

Seitens der Hochschule sprach Polizeidirektor Joachim Wolff die Grüße des Schulleiters Friedel Durben aus. Er unterstrich das Erfolgsmodell der HBFPV in Rheinland-Pfalz. Dieser Bildungsgang hat bisher immerhin 378 Nachwuchskräfte zum Hahn gebracht.

Klassenleiterin Christina Muy blickte auf zwei schöne Schuljahre mit vielen positiven Erlebnissen und gelungenen Projekten  zurück; so z. B. auf eine gemeinsame Skifreizeit und weitere Sportevents.

Absolvent Leo Schuster hielt eine bemerkenswerte Rede, die mit einem besonderen Applaus aller anwesenden Gäste bedacht wurde. Er dankte von Schülerseite allen Beteiligten an diesem Schulmodell für die Chance, die jeder Schüler erhalten hat, zum Studium am Hahn zugelassen zu werden.

Für besonders gute Leistungen wurden als Klassenbeste Sophia Rehbein (1,2) und Markus Hemrich mit Buchpreisen ausgezeichnet.

Schülervoten:

-       „Die höhere Berufsfachschule, speziell in der Richtung öffentliche Verwaltung und Polizei, ist eine Bereicherung der Schullandschaft. Zudem stellt der Bildungsgang einen alternativen Weg für Schüler dar, um einen guten Abschluss/Einstieg zu erreichen. Auch für das Land ist die HBF eine Quelle, um fähigen und geeigneten Nachwuchs für die Polizei zu gewinnen.“ (Leo Schuster)

-       „Ich finde, wir waren eine gute Klasse. Durch die Praktika wurde ins der Polizeiberuf näher gebracht und der Wunsch, später einmal als Polizeibeamter zu arbeiten verstärkt.“ (Anka Seibert)

-       „Die HBFPV ist ein guter Bildungsgang, da man sich schon früh eine vorzeitige Einstellungszusage sichern kann. Gerade durch die Praktika habe ich bereits einen guten Einblick bekommen und Erfahrungen gesammelt.“ (Jana Schwickert)

-       „Die HBFPV war für mich persönlich eine gute Erfahrung. Zusammenhalt und Teamwork wurden hier sehr groß geschrieben und besonders durch die vier Lehrkräfte der Polizei bestens vermittelt. Ich sehe in dem Bildungsgang eine sehr gute Chance für eine gesicherte Zukunft und empfehle diesen Bildungsgang auf jeden Fall an alle weiter, die an dem Beruf interessiert sind bzw. die sicher zu Polizei wollen.“ (Sophia Rehbein)

-       „Die HBFPV ist eine Schulform, die besonders für diejenigen, die sicher Polizeibeamte werden möchten. Der berufsbezogene Unterricht verschafft uns einen guten Einblick in das, was auf einen zukommen wird. Auch die Praktika vermitteln erste Eindrücke über den polizeilichen Alltag. Die vorübergehende Einstellungszusage gab uns allen Motivation und Sicherheit, und auch zu den Lehrern hatten wir gute Verhältnisse.“ (Karina Späth)

-       „Für mich war die HBFPV eine gute Möglichkeit, um den Einstieg in die Polizei zu schaffen, als ich mich in der 10-ten Klasse dazu entschieden habe, zur Polizei zu gehen. Wir erlebten zwei lehrreiche, teils anstrengende Jahre, die mich auch menschlich sehr viel weitergebracht haben. Vor allem der starke Klassenzusammenhalt, auf den die Lehrer (Polizeilehrer) wert legten, brachte uns an unser Ziel, den Hahn. Neben den 10 Lernbereichen gab es auch noch weitere wichtige Fächer, doch die Mühe, die wir uns gaben, um einen erfolgreichen Abschluss zu schaffen, lohnte sich.“ (Marcel Korb)

-       „Ich sehe den Bildungsgang, gerade für Schüler mit mittlerer Reife als sehr gute Chance an. In den 2 Jahren kann man durch zahlreiche Einblicke in den Beruf nochmals herausfinden, ob man für den Job geeignet ist. Sollte man sich umentscheiden, hat man nichts desto trotz eine Fachhochschulreife absolviert. Innerhalb der Klasse entwickelte sich eine gute Gemeinschaft, da wir alle dasselbe Ziel vor Augen haben.“ (Luisa Roth)

Die frischgebackenen Polizeianwärter, Ehrengäste und Lehrkräfte. Links vorne: Polizeipräsident Reiner Hamm, dahinter Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt, PD Achim Hannes, PHK Alois Mayer und Landrat Franz-Josef Diel.

Absolventen der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach im Schuljahr 2014 / 2015

Verabschiedung in einen neuen Lebensabschnitt

Zum Ende des Schuljahres verabschiedete die Leitung der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach in akademischen Feierstunden rund 150 Abiturientinnen und Abiturienten bzw. Absolventinnen und Absolventen mit Fachhochschulreife. Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt lobte generell das große Engagement und die hohen Leistungen aller ehemaligen Schülerinnen und Schüler:

Unsere Absolventen haben durchweg solide Leistungen gezeigt und verfügen nun über ein Wissen, auf dem sie auf ihrem weiteren Lebensweg gut aufbauen können. Besonders freue ich mich über eine zahlenmäßig starke Leistungselite, deren Endzeugnisse jeweils eine Eins vor dem Komma aufweisen. Diese hervorragenden Leistungen werden ihren Teil dazu bei tragen, akademische Ausbildung in unserer Region zu verankern.

Zu den Absolventen des Beruflichen Gymnasiums in der Fachrichtung Wirtschaft gesellten sich diejenigen der Berufsoberschule 1 Wirtschaft, ein in Vollzeit angebotener Bildungsgang zum Erreichen der Fachhochschulreife und der Berufsoberschule 2 Wirtschaft, eine Schulform, die aufbauend auf der Fachhochschulreife und mindestens zweijähriger Berufstätigkeit in einem Jahr Vollzeitunterricht zur allgemeinen Hochschulreife führt.       

Das berufliche Gymnasium in der Fachrichtung Wirtschaft stellte mit 64 Absolventinnen und Absolventen die größte Gruppe, gefolgt von der Berufsoberschule 1 Wirtschaft mit 26 Schülerinnen und Schülern und der Berufsoberschule 2 Wirtschaft mit 12 erfolgreichen Schülerinnen und Schülern.

Hinzu kommen die Diplomierten aus der Dualen Berufsoberschule, Höheren Berufsfachschule Polizeidienst und Verwaltung und der Fachschule, Schwerpunkt Kommunikation und Büromanagement.

Der Schulleiter lobte speziell den Mut jener Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule, die zum Teil ihren Beruf aufgegeben hätten und damit auf ökonomische Sicherheit verzichteten, um die Schule besuchen zu können:

Wir haben hier nachahmenswerte und erfolgreiche Beispiele für ein lebenslanges Lernen vor uns“ führte er in einer Laudatio aus.

Prof. Bechtoldt gratulierte den Absolventinnen und Absolventen recht herzlich zum erfolgreichen und verdienten Abschluss und ermunterte gleichzeitig künftige Bewerber zur Nachahmung. Die BBS Wirtschaft verhilft jungen Leuten mit diesen vielfältigen kostenlosen Schulangeboten in neun Schulformen, einer sehr guten Lernmittelausstattung und freien Schülerparkplätzen zu hervorragenden Weiterbildungen allererster Güte.

Folgende Schülerinnen und Schüler haben das Berufliche Gymnasium in der Fachrichtung Wirtschaft mit Erfolg absolviert und die allgemeine Hochschulreife erlangt:

Büsra Akaydin, Franziska Bamberger, Luisa Charlotte Bär, Serwan Basibüyük, Alexander Berger, Tom Aaron Bleisinger, Tobias Brodhäcker, Geworg Dadjan, Ben Dietzmann, Catharina Domann, Nivin El-Hariri, Santo Elia, Alina Eppelmann, Nigina Faqhiri, Marta Alexandra Fernandes Souto, Alina Gerischer, Maximilian Glaß, Sabrina Gründel, Marie-Kathrin Güntherodt, Bryan Kappel, Aylin Kapusuz, Lars Klein, Chiara Kleinz, Julian Kocik, Natalie Krause, Jasmin Krauth, Eric Kuhn, Timo Mohamed Lasta, Franziska Laun, Marcel Medinger, Kathrin Moor, Lars Morschhäuser, Alina Neumann, Neil Mawuli Nyaku, Ilay Özkara, Niklas Paulus, Luisa Renne, Hilal Sar, Lisa Sauerborn, Sandra Schäfer, Emma Schreiber, Vanessa Schröder, Julia Halina Schroppa, Michelle Schudy, Luisa Schwickert, Erhan Antonov Shishkov, Sina Simsek, Manuel Sonntag, Joshua-Marcel Steffen, Benedikt Steines, Fabienne Stenzhorn, Selina Steuer, Tobias Stiemer, David Stumm, Melisa Sümer, Nhat Trinh, Florian Tuschner, Duygu Ugurlu, Maria Stella Urso, Angelina Valitova, Johannes Bernhard Vollbrecht, Lukas Wirz, Stefania  Wochlik, Verena Wollschied.

Der beste Schüler war Eric Kuhn; er erreichte einen Notendurchschnitt von 1,3.

Im Beruflichen Gymnasium der Berufsbildenden Schule Wirtschaft sind Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen, die solide Vorkenntnisse und Interesse an theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen in allgemeinbildenden und wirtschaftlichen Fächern mitbringen. Diese Zielgruppe findet eine sinnvolle Alternative zur Berufsausbildung und auch zur Oberstufe der allgemeinbildenden Gymnasien. Der Bildungsgang vermittelt schwerpunktmäßig eine an den Wirtschaftswissenschaften orientierte Grundbildung, welche die Schülerinnen und Schüler befähigt, differenzierte Lösungen zu wirtschaftlichen Fragestellungen zu erarbeiten. Damit wird einerseits eine fundierte Vorbereitung auf Studienfächer im Bereich der Wirtschaftswissenschaften angestrebt, andererseits entsprechen die Bildungsinhalte auch in besonderer Weise den Anforderungsprofilen kaufmännischer Ausbildungsberufe.                                                          
Übrigens wird neben Englisch und Französisch auch noch Spanisch angeboten, ebenso Bildende Kunst und Musik. Förderunterricht und Förderkurse des Fördervereins (Mathematik, Deutsch und Englisch) helfen dabei, Defizite schnell aufzuholen. Im aktuellen Schuljahr gab es sogar eine Prüfung im Fach Portugiesisch.

Den Bildungsgang Berufsoberschule I absolvierten und erreichten damit die Fachhochschulreife:

Philipp Brendel, Elona Eichholz, Vanessa Gerlach, Vahe Hayrapetyan, Martina Henn, Monika Hermann, Dominik-Marcel Herr, Jasmin Hinzer, Cihan Ibisoglu, Marc Jung, Maren Jungk, Alexander Kerber, Bastian Kessel, Sergej Maksimov, Janine Müller, Michael Ott, Felix Ozimek, Benedikt Rothgerber, Verena Schäfer, Julian Schauß, Theresa Schmidt, Eileen Schwartz, Melina Speh, Natascha Szucs, Jonas Thieß, Etienne Viehl.

Den Bildungsgang Berufsoberschule II absolvierten und erreichten damit ebenfalls die Allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife:

Jennifer Dilly-Stark, Duc Duong Dinh, Jessica Graiff, Domenic Hintz, Mehmet Perver Karatas, Tobias Kreiner, Franz Kromer, Ramona Lautz, Gianna-Marlen Ludwig, Thomas Markherdt, Soheil Nainizadeh Labbaf, Yagmur Özsoy.

Der beste Schüler war Thomas Markherdt; er erreichte einen Notendurchschnitt von 1,5.

Den Bildungsgang Duale Berufsoberschule Wirtschaft absolvierten und erreichten damit die Fachhochschulreife:

Mohammad Ashraf Aqtash, Marcel Bartholome, Christian Beuscher, Ines Anabell Blauth, Tim Eigelsbach, Jamileh Hosseinpour, Katharina Janzer, Silke Mohr.

Die zweijährige Weiterbildung in der modular organisierten Fachschule Wirtschaft, Schwerpunkt, Kommunikation und Büromanagement, zur / zum staatlich geprüften Betriebsfachwirt(in) haben bestanden:

Miriam Atkins, Jasmin Baumgärtner-Heblich, Helena Benks, Melanie Gänßmantel, Ann-Kathrin Harnischmacher, Jana-Selina Hautz, Florian Imig, Nadine Kistner, Sibylle Kleinschmitt, Tim Leidinger, Jens Lunkenheimer, Sergej Odenbach, Lucy Schreiber, Ann-Christin Schulz, Jennifer Stabel.

Die vierjährige Weiterbildung in der modular organisierten Fachschule Wirtschaft, Schwerpunkt, Kommunikation und Büromanagement, zur / zum staatlich geprüften Betriebswirt(in) haben bestanden:

Jessica Corell, Nils Decker, Jennifer Forster, Michelle Fuhr, Julian Gräf, Nadine Hammen, Ramona Kiy, Jessica Klein, Nadine Lauterbach, Sonia Masih, Jennifer Schmidt, Christina Schmitt, Ronda Weichel, Daniela Zulauf.

Wir gratulieren und wünschen den Ehemaligen der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach auf ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

Wer Interesse an den erwähnten Schulformen hat, wende sich bitte an die Infothek der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach, Rheingrafenstraße 20, 55543 Bad Kreuznach oder besuche deren Homepage unter www.bbswkh.de.

Abiturienten beim Liedvortrag anlässlich ihres ABI-Balls im Bad Kreuznacher Parkhotel Kurhaus.
Zeugnisübergabe an die Abiturientinnen und Abiturienten in der Schulaula
Zeugnisübergabe an die Schülerinnen und Schüler der BOS I
Zeugnisübergabe an die Schülerinnen und Schüler der BOS II

 

Bilder der Abifeier im Kurhaus

Fotos: Meike Wippich

Männerballett
Tanzshow
Lehrertheater
Gedichtvortrag der Klasse 12b & Dankeschön an die Kursleitung Schwindt/Bartkus-Börder
Preisverleihung an ausgezeichnete Schüler und Schülerinnen
Ehrung besonderer Schülerleistungen
Abiturball 2015 im Parkhotel Kurhaus
Tanzshoweinlage
Abiturient Ben Dietzmann am Klavier

Mündliche Abiturprüfung in Portugiesisch an der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach

Schüler mit Migrationshintergrund, die während ihrer Kindheit oder Jugend als Quereinsteiger ins deutsche Schulsystem gekommen sind, können ihre Muttersprache bzw. die Amtssprache ihres Heimatlandes als Fremdsprache in ihre Abiturqualifikation einbringen. Voraussetzung dafür ist, dass sie während der „Qualifikationsphase“ der gymnasialen Oberstufe (12. und 13. Klasse) einen regelmäßigen qualifizierten Unterricht in ihrer Muttersprache besucht haben, das heißt, dass sie sie nicht nur im privaten Umfeld sprechen können, sondern im Herkunftssprachenunterricht auch die gehobene Schriftsprache erlernt sowie gute Kenntnisse über Literatur, Kultur und Geschichte ihres Herkunftslandes erworben haben.

Diese Möglichkeit kam aktuell während einer Vielzahl mündlicher Abiturprüfungen an der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach zum Tragen.

Abiturientin Marta Souto erfüllte die vorgenannten Voraussetzungen, denn sie hatte während der letzten beiden Jahre ihrer Schulzeit neben den von ihr regulär belegten Fremdsprachen Englisch und Spanisch auch freiwillig am Herkunftssprachenunterricht Portugiesisch an der IGS Sophie Sondhelm an der Heidenmauer in Bad Kreuznach teilgenommen, und sie wünschte, ihre Muttersprache als viertes Abiturprüfungsfach einzubringen. Ihr Portugiesischlehrer, Herr Dr. Armindo de Morais wurde als externer Prüfer vereidigt; ein polyglotter Kollege der BBS Wirtschaft, Dr. Marcel Sommer, führte Protokoll.

Neben anderen Themen befasste sich die Prüfung mit historischer Literatur zum Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 bzw. dem Wiederaufbau und der Neugestaltung der Stadt im Geiste der Aufklärung. Neben Fragen zur Grammatik musste sich die Kandidatin zudem mit dem Thema „Frauen während der Salazar-Diktatur“ auseinandersetzen.

Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt war stolz über diese Premiere: „Wir unterrichten in unserer großen Bildungseinrichtung mit neun Schulformen Schülerinnen und Schüler aus über 30 Ethnien, die meist allesamt ihre unterschiedlichen Muttersprachen vollkommen beherrschen. Hinzu kommen die bei uns auf hohem Niveau unterrichteten Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Außerdem bieten wir jährlich eine ganze Reihe von Zusatzprüfungen in Englisch und Französisch an, die bei Betrieben zum Teil einen höheren Stellenwert als Zeugnisnoten haben. Es ist für engagierte Lehrkräfte im Sprachenbereich - in diesem Fall waren Dr. Marcel Sommer und Abteilungsleiterin Esther Barkanowitz beteiligt -, ein wichtiges Anliegen, die herkunftssprachlichen Kenntnisse unserer Schüler als wertvolles Bildungsgut und als Bereicherung für uns alle zu würdigen. Für uns ist das eine Möglichkeit, das Ideal der ‚Schule der Vielfalt‘ im Alltag mit Leben zu füllen.“

Dank sagte der Schulleiter seinen Lehrkräften und Herrn Dr. Armindo de Morais, der sich zur Teilnahme am erfolgreich verlaufenden Kooperationsprojekt bereit erklärt hatte. Das Wichtigste zum Schluss: Kandidatin Souto durfte sich aufgrund profunder Kenntnisse über die Höchstnote von 15 MSS-Punkten freuen - für sie eine Freude und sicher ein Ansporn für weitere Schülerinnen und Schüler aus dem türkischen, russischen oder arabischen Sprachraum, welche die Schulformen der BBS Wirtschaft durchlaufen. Frau Souto verlässt als stolze Schülerin unsere Schule, der neben Deutsch, Englisch und Spanisch nun auch noch Portugiesisch zertifiziert wird. Wir gratulieren!

(v.l.) Dr. Marcel Sommer, Abiturientin Marta Souto, Dr. Armindo de Morais, Abteilungsleiterin Esther Barkanowitz.

„Sofi“ als Unterrichtsprojekt an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft

Naturwissenschaftlicher Unterricht wird unter „halbmondförmiger Sonne“ praktisch umgesetzt

Lehrkräfte der Berufsbildenden Schule Wirtschaft nutzten das seltene Schauspiel der zum Frühlingsbeginn 2015 für die Nordhalbkugel angekündigten totalen bzw. in unserer geographischen Lage als partiell zu sehenden Sonnenfinsternis, um Schülerinnen und Schülern von Berufsschule, Berufsfachschule und Beruflichem Gymnasium das Phänomen eines solchen Naturschauspiels in Theorie und Praxis nahezubringen.

Der rührige Vorsitzende des Fördervereins („Verein der Freunde und Förderer der Berufsbildenden Schule Wirtschaft“), StD i. R. Karlhubert Wickert, ermöglichte auf Anregung des Schulleiters, Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, die finanziellen Voraussetzungen, um rechtzeitig vor dem Event gleich ein ganzes Paket qualitätsgeprüfter, nach DIN zertifizierter und mit Original Filterfolie versehener Sonnensichtbrillen anzuschaffen. Nur Brillen dieser Güteklasse, die unter Berücksichtigung aktueller deutscher und europäischer Sicherheitsnormen produziert werden, lassen bei vorschriftsmäßigem Gebrauch einen ungefährlichen Blick in die Sonne und ihre unmittelbare Umgebung zu. Die begeisterten jungen Brillenträger der BBS Wirtschaft sollten es den Initiatoren des Projekts später noch danken.

Der Leiter der naturwissenschaftlichen Abteilung der Berufsbildenden Schule Wirtschaft, StD des. Mario Masius, hatte gemeinsam mit Frau Studienrätin Kerstin Proksch den Lerngruppen zunächst an Simulationsmodellen der Astronomie erläutert, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, damit eine solche Konstellation überhaupt entstehen kann. Die neugierigen Zuhörer betraten dabei Neuland: Von „Kenndaten des Finsternismaximums“ war ebenso die Rede wie von „geographischen Positionen“, „Azimuth“, „Gammawerten“, „Finsternisgrößen“, „Totalitätslängen“, „Kernschattenpfad“ und anderem mehr. Auch die Mathelehrerinnen Studienrätin Ulrike Zimmer und Oberstudienrätin Andrea Graebenteich waren gefragte Personen und sahen sich als Fachfrauen von ihrer Schülerschaft umlagert.

Auf eine kurze Formel gebracht: In einer Neumondphase muss tagsüber der Mond zwischen Erde und Sonne stehen und sich, seiner Bahn entsprechend, vor die Sonnenscheibe schieben. Der auf die Erde fallende Mondschatten evoziert dann in diesem Bereich eine Finsternis unseres Zentralgestirns unterschiedlicher Intensität. Die Seltenheit des Ereignisses liegt dabei darin begründet, dass die Mondbahn leicht gegen die Erdbahn geneigt ist, sodass der Neumond meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbeiwandert. Nur an Knotenpunkten, an denen sich die Bahnen von Mond und Erde schneiden, kann es sich ergeben, dass Erde, Mond und dann auch Sonne exakt in einer Reihe stehen - dann resultiert eine solche Finsternis daraus.

Bei bestem Wetter - leichte Wolkenformationen machten den Blick ins Helle noch angenehmer - zog es dann am 20. März gegen 9.30 Uhr Scharen von zukünftigen Astronomen mit ihren Schutzbrillen nach draußen. Man erlebte von der Rheingrafenstraße aus bzw. an exponierten Aussichtspunkten der Stadt Bad Kreuznach, wie sich binnen einer kurzen Zeitspanne der Neumond vor die Sonnenscheibe schob und sie bis gegen 10.30 Uhr allmählich immer weiter verdunkelte. Total finster, wie etwa im Nordatlantik, wurde es nicht, doch sah man immerhin gut zwei Drittel der Sonne abgedeckt. Diese Teilabdeckung, die allmählich eine „halbmondförmige Sonne“ übriglies, war dann um die Mittagszeit des Tags wieder verschwunden. Zu den Beobachtungen der Astronomie kamen bei einigen Nachdenklichen dann noch Fragen der Philosophie hinzu: Alles ist endlich - sogar die Bahnen als ewig geltender Gestirne.

Das erlebte Naturschauspiel begeisterte so sehr, dass bereits jetzt feststand: Bei der nächsten in Deutschland zu sehenden totalen Sonnenfinsternis, also am nächsten „Tag der schwarzen Sonne“ im September 2081 - unmittelbar nach den Sommerferien -, wird man sich in der alten Schule mit den Lehrkräften von 2015 wiedertreffen und das Ereignis aufs Neue ansehen.

In der Schule ist man bestens darauf vorbereitet, die Schulleitung hat die Schutzbrillen des Fördervereins bereits einsammeln, archivieren und auf Wiedervorlage einordnen lassen.

Abteilungsleiter Mario Masius präsentiert eines der astronomischen Modelle.
Schüler und Lehrkräfte haben sich an exponierter Stelle zur Beobachtung versammelt (von rechts) StR‘ Kerstin Proksch und StR‘ Ulrike Zimmer.
Die Sonnensichel über Bad Kreuznach (Fotos: Monika Baeck)

Sollte ein Rabbi verheiratet sein - wie ist das beim Pfarrer oder beim Priester? Etc. - Interreligiöse Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken.

Abiturientenklasse der Bad Kreuznacher Berufsbildenden Schule Wirtschaft zu Gast in Mainzer Synagoge

Eine Klasse des diesjährigen Abiturjahrgangs des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach war im Rahmen ihres Gemeinschaftskunde-Unterrichtes zu Gast in der neuen Mainzer Synagoge. Dies neben dem Interesse der Schüler für das Judentum auch deshalb, da aktuell im Gemeinschaftskunde-Unterricht das Thema „Grundrechte“ behandelt wird - konkreter Anlass dieser Unterrichtsreihe war das blutige Attentat auf „Charlie Hébdo“ in Paris. Dieses Attentat wurde dabei in Öffentlichkeit und Klasse gleichermaßen als schlimmer Übergriff auf Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit in demokratischen Staaten gewertet.

Das Verständnis der Schüler einer Bildungsanstalt, in der Tag für Tag Toleranz und Akzeptanz von Religionen und Ethnien gelebt wird, von bürgerlich-liberalen Grundfreiheiten westeuropäischer Prägung, zu dem speziell die Französische Revolution von 1789 einen maßgeblichen Beitrag geleistet hatte, kollidierte bereits zum Beginn dieser Unterrichtseinheit mit einem Aktionismus, der zur Durchsetzung seiner Ziele Gewalt propagiert.

Unweigerlich wurde im Klassenraum bei der Diskussion über Fragen der Meinungsfreiheit auch das Phänomen „Mohammed-Karikaturen“ thematisiert. Schnell kam man zur Erkenntnis, dass sowohl die Schülerschaft, zu der auch Muslime gehören, als auch die Gesellschaft als Ganzes zu wenig profundes Wissen von anderen Religionen, Traditionen und etwaigen Befindlichkeiten (Bilderverbot etc.) habe. Zur Abarbeitung solcher Defizite sollte der Dialog gesucht und eine muslimische bzw. auch eine jüdische Gemeinde kontaktiert werden.

Die Leitung der Berufsbildenden Schule Wirtschaft begrüßt solche Initiativen ausgesprochen, weiß doch Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt - selbst Judaist an der Uni Mainz und Schüler des Rabbiners Leo Trepp -, wie wichtig es ist, in einem großen Haus mit Schülerinnen und Schülern, die sich aus fast 30 Nationen, Ethnien und Glaubensgemeinschaften rekrutieren, ein tolerantes und friedvolles Miteinander zu pflegen. Effizientes Lernen in Schulen und Universitäten muss in Ruhe, ohne Hass und ohne Neigung zur Gewalt ablaufen.

Einen Anfang machte nun der Besuch in der Jüdischen Gemeinde Mainz. Das hohe Interesse der Schüler und Schülerinnen an der Geschichte und aktuellen Problemen des Judentums zeigte sich insofern, als sie an dieser Veranstaltung in ihrer Freizeit teilnahmen. Fachlehrerin Oberstudienrätin Daniela Bartkus-Börder und Klassenlehrer Studiendirektor Günter Schwindt begleiteten und organisierten das Treffen mit dem auf die Besucher charismatisch wirkenden Rabbiner Aharon Vernikovsky. Der in Tel Aviv geborene, in Berlin aufgewachsene Mittdreißiger begrüßte die Gruppe herzlich in der streng gesicherten Synagoge und vermittelte zunächst allgemeine Informationen über das Judentum. Die beeindruckende Architektur der Mainzer Synagoge war ein Thema; insbesondere wurde dann auch über die wechselvolle und bedeutende Geschichte der Mainzer Juden informiert. Die heutige jüdische Gemeinde umfasst ca. 1000 Gläubige. Auch das Verhältnis des Judentums zu anderen Weltreligionen wie den Islam und das Christentum wurden beleuchtet und freimütig diskutiert.

In einer Mischung von „jüdischer Chuzpe“ und „Berliner Slang“ wusste der erst wenige Wochen amtierende Rabbiner seine jugendlichen Zuhörer in den Bann zu ziehen und quasi en passant mit komplexen theologischen Überlegungen zu konfrontieren. Schülerfragen wurden umfassend beantwortet: Wer ist Jude? Wie wird man Jude? Was darf man Sabbat nicht tun? Welche Rolle spielt die Frau? Darf ein Rabbi verheiratet sein? Auf die letzte Frage gab es die für manchen überraschende Antwort: „Ja, er darf nicht nur, er soll!“ In eher bedrückender Stimmung endete die Fragerunde bei den Ausführungen zur Bedrohungslage deutscher jüdischer Gemeinden und dem Hinweis, dass ein Kippa-Tragen an bestimmten Orten in der Öffentlichkeit mittlerweile recht gefährlich sei.

Alle Teilnehmer verließen gleichermaßen beeindruckt wie betroffen die Synagoge. Eine massive Tür verschloss sich hinter ihnen und symbolisierte gleichermaßen das Faszinosum jüdischer Glaubenspraxis als auch den Auftrag, diese Glaubensgemeinschaft, die älteste der drei monotheistischen Religionen – Mutterreligion von Christentum und Islam – beschützen zu wollen.

Ein Mehr an Wissen über das Fremde und die persönliche Begegnung mit dem Anderen als Basis eines verständnisvollen Miteinanders - diese selbstgesetzte Zielsetzung der Abiturienten wurde bereits beim ersten Besuch bei einer fremden Religionsgemeinschaft erreicht.

Vor der Mainzer Synagoge; Gymnasiasten mit Ihren Lehrern. Zweite von links Daniela Bartkus-Börder, Mitte Günter Schwindt.
Blick in den nach Jerusalem gerichteten Tora-Schrein mit vier kunstvoll geschmückten Torarollen.

Charakterbildung Jugendlicher durch Naturerlebnisse „Nahe der Natur“

Das Mitmach-Museum „Nahe der Natur“ in Staudernheim, gegründet im Jahr 2012, ist nach eigener Charakteristik ein kleines aber feines Museum für Naturschutz mit einer gelungenen Mischung zwischen Ausstellungsobjekten und Mitmachmöglichkeiten auf einem Freigelände mit Naturgarten und angrenzender Wildnis ehemaliger Steinbrüche und Weinbergslagen. Es bietet naturfernen Jugendlichen einen idealen Ort, um die Umwelt und ihre Schönheiten mit allen Sinnen zu erleben. So wurde dieses wertvolle Habitat von den betreuenden Lehrkräften, nämlich Studienrat Matthias Barth und Studienrätin Manuela Dörner für zwei Klassen der Berufsfachschule der BBS Wirtschaft als Ziel einer Unterrichtsfahrt ausgewählt.

Das alte Steinbruchgelände bietet nach seiner Renaturierung unzähligen Arten von Tieren und Pflanzen einen besonderen Lebensraum und gestattet Beobachtungsmöglichkeiten, dem Slogan „Nahe-Erlebnisse“ entsprechend. Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt begrüßt und fördert solche praxisnahen und handlungsorientierten Unterrichtseinheiten in Ökosystemen. „Naturklassenzimmer“ stellen für ihn kreative und Heranwachsende ganzheitlich fordernde und fördernde Ergänzungen zum normalen Unterrichtsalltag dar.

Speziell etwa die in der Berufsfachschule angebotene Arbeitsgemeinschaft „Charakterbildung durch Naturerlebnisse“ entspricht solchen Exkursionszielen. Dabei geht es nicht nur darum, Natur mit allen Sinnen zu erleben, sondern sich umsichtig in Habitaten bzw. Biotopen zu bewegen, Gemeinschaft auf eine besondere Art zu erleben, mit anderen dabei zu kooperieren sowie den eigenen Leistungswillen zu steigern. So werden Sinne geschärft, die im üblichen Schüleralltag bzw. im Biorhythmus Jugendlicher eher nicht angesprochen werden.

Durch das von Frau Altmoos auf Berufsfachschüler individuell angepasste Programm war es möglich, dass der mehrstündige Geländerundgang eine besondere Mischung aus Erlebnis, spielerischer Sinneswahrnehmung, Wissensvermittlung und Kommunikation bot. Gemeinsam wurde ein alter Steinbruch erkundet, den sich die Natur mittlerweile „zurückgeholt“ hat, „Freundschaften“ mit Bäumen geschlossen, Tiere beobachtet, Pflanzen bestimmt und auf spielerische Weise ein Einblick in die Beziehung Mensch-Fauna-Flora, also Mensch und Natur gewährt. Mit verbundenen Augen konnten Schüler außerdem lernen, Vertrauen zu ihren Mitschülern aufzubauen und eigene Unsicherheiten abzulegen.


Elite von morgen an der heimischen JGU-Mainz

Im Rahmen des jährlichen Tages der offenen Tür besuchten aktuell neben Klassen des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach auch Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule I die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Dabei hatten sie im laufenden Betrieb des Wintersemesters die Möglichkeit, nahezu jeden Studiengang dieser Volluniversität kennenzulernen. Die Universität Mainz bietet ein breites Angebot an Studienfächern,  das von den Geistes- über die Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften hin zu den Naturwissenschaften, der Medizin / Zahnmedizin, sowie künstlerischen Fächern (Kunst und Musik), Sport, Theologie und Dolmetschen / Übersetzen reicht.

Interessensspezifisch fiel bei der BOS die Wahl auf wirtschaftsbezogene Studiengänge; der Fachbereich 03 Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bot sich dabei speziell an. Aber auch andere Fachrichtungen unter dem Dach der Philosophie waren gefragt.

„Eine ganze Reihe informativer Veranstaltung wurde uns an diesem Tag an der Uni Mainz geboten. Studienwillige konnten in ganz unterschiedlichen Informations- und Lehrveranstaltungen gute Einblicke in verschiedene Studiengänge der JGU erhalten“, fasste Frau Studienrätin Ulrike Zimmer, die begleitende Klassenlehrerin, die Exkursion zusammen.

Nicht nur sie war von Effizienz und Nachhaltigkeit dieses Tages überzeugt, den auch in diesem Jahr Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt seinen Lehrkräften als optimale Möglichkeit einer Lernortkooperation bzw. eines Berufswahlangebotes ans Herz gelegt hatte. Auch die Schülerinnen und Schüler gaben durchweg eine positive Resonanz. „Ich fand es spannend, erste Einblicke in das Themengebiet der Rechtswissenschaften zu bekommen“, berichtete Jasmin Hinzer. Jonas Thieß, der eine Veranstaltung innerhalb der Philosophie besuchte, erläuterte nach der Veranstaltung: „Die ersten Impressionen des Themengebiets der Philosophie waren phänomenal. Ich hatte zwar schon immer eine gewisse Affinität zur Literatur unterschiedlicher Epochen - ich hätte mir aber nie vorstellen können, dass das Studium so umfassend und interessant sein könnte.“

Ein gemeinsames Essen in der Mensa der Universität rundete die Veranstaltung ab. „Ich bin mir sicher, dass dieser Ausflug für die Schüler ein tolles Erlebnis war. Den Lernenden einen Einblick in den Studienalltag zu gewähren und ihnen so eine Entscheidungshilfe zu geben, welche Studienmöglichkeiten sie nach der BOS1/2 wahrnehmen können, war unser Ziel. Dieses haben wir mit Sicherheit erreicht“, erklärte Mathematiklehrerin Zimmer abschließend; sie dankte Felix Ozimek für die Berichterstattung aus Schülerperspektive.


Polizeiklasse im Schneefieber

Mit bester Laune, hohen Erwartungen und gesegnet mit einer schuleigenen umfangreichen Ski- und Snowboardausrüstung, auf die sich vor Ort noch mancher neidische Blick von denjenigen richteten sollte, die Ski-Ausrüstungen gegen teures Geld ausleihen mussten, starteten 29 Schülerinnen und Schüler der Unterstufe der Polizeiklasse an der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach sowie drei Lehrkräfte in Richtung Aschau im Chiemgau.

In guter Stimmung gingen knapp acht Stunden Fahrt zügig vorüber und die bestens ausgestatteten Zimmer im „Aktivhotel“ im oberbayerischen Luftkurort Aschau i. Chiemgau konnten bezogen werden. Nach stets guter Verpflegung am Frühstücksbuffet und mit großzügigen Lunchpaketen ausgerüstet, erreichte die Gruppe dann jeden Morgen nach kurzer Fahrt das attraktive Skigebiet Hochkössen. Dieses liegt im Kaiserwinkl, in einer der schneereichsten Regionen Tirols.

Hier gab es für jeden Grad des Könnens auf den Brettern maßgeschneiderte Gruppen: Snowboarder bekamen ihren persönlichen Snowboardlehrer, während Skianfänger bzw. Fortgeschrittene von den begleitenden Klassenlehrern, Frau Oberstudienrätin Christina Muy und Herrn Studienrat Erik Baumann, sowie dem Sportlehrer der Klasse, Herrn Studienrat Mathias Barth, professionell betreut wurden.

Die Profis und diejenigen, die sich als solche fühlten, stellten sich in Begleitung der Lehrkräfte den Herausforderungen am Gipfel des Berges auf je nach Schwierigkeitsgrad blau, rot und schwarz gekennzeichneten Pisten und fuhren dann von dort aus am Ende des Skitages über die Talabfahrt hinab zu den anderen der Gruppe. Die Tage auf der Piste endeten stets in der Hütte am Fuße des Berges. Hier wartete man aufeinander, saß gemütlich zusammen und ließ den Tag Revue passieren, bevor die Rückfahrt ins Hotel angetreten wurde.

Abends gab es eine gern erwartete und nach den Anstrengungen des Tages sicher verdiente Stärkung in Form einer warmen Mahlzeit im Hotel. Als Abendprogramm folgte jeweils ein Angebot im Hotel (Kinoabend, Lagerfeuer und Disco) oder aber auch der gemeinsame Besuch eines typisch bayerischen Wirtshauses.

Nach fünf schönen Tagen ohne Zwischenfälle ging es, um zahlreiche positive Erlebnisse und Erfahrungen sowie einem stark gestiegenem Gruppengefühl und viel Teamgeist reicher, zurück nach Bad Kreuznach. Im Ski-Keller der Schule warten mittlerweile die Ski, Boards, Schuhe und Helme wohlgeordnet auf ihren nächsten Einsatz.


Großes Interesse am Angebot der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach.

Fachhochschulreife und Abitur an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft

An einem Info-Abend informierte aktuell die BBS Wirtschaft über Teile ihres Bildungsangebots. Weit über 100 interessierte Eltern und Schüler erkundigten bei den zuständigen Abteilungs- und Bereichsleitern über verschiedene Schulformen und Abschlüsse. Die BBS Wirtschaft bietet immerhin neun verschiedene Schulformen an.

Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt lobt die Aktualität und Effizienz der Bildungsmöglichkeiten in dem großen Haus des Lernens, dem er vorsteht. Neben dem eigentlichen Kerngeschäft einer Berufsbildenden Schule, nämlich der Berufsschule, bei der er stolz auf die ausgezeichnete Kooperation mit den Dualen Partnern ist, kommen die vielfältigen Möglichkeiten der Höherqualifikation für alle Altersklassen. Angefangen bei der Berufsfachschule I und II, hin zur Höheren Berufsfachschule Polizeidienst, über die Bildungsmöglichkeiten im vierzügigen beruflichen Gymnasium Wirtschaft bis zu den Berufsoberschulen und Fachschulen ist für fast jeden Interessenten ganz unterschiedlicher Altersgruppen etwas Passendes dabei. „Wir freuen uns auf möglichst viele Bewerbungen zum 01. März und hoffen, dass wir den Bildungswilligen im Sinn eines lebenslangen Lernens dann auch die entsprechenden Angebote unterbreiten können“, fährt Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt fort.

Oberstudienrat Mario Masius informierte über das Berufliche Gymnasium in der Fachrichtung Wirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler können dort innerhalb von drei Jahren die allgemeine Hochschulreife (das Abitur) erwerben und haben damit einerseits eine solide Grundlage für ein Studium an einer Hochschule oder Universität, andererseits sind sie ebenso bestens für den Einstieg in eine Berufsausbildung vorbereitet.

Die Berufsoberschule 1 und 2 wurde von Studiendirektor Günter Schwindt präsentiert. Diese Schulformen richten sich an Schülerinnen und Schüler, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben. Ziel der BOS I ist das Fachabitur; die BOS II, die das Fachabitur voraussetzt, führt zur Allgemeinen Hochschulreife. Beide Schulformen werden in einjährigem Vollzeitunterricht angeboten.

Oberstudienrätin Daniela Bartkus-Börder stellte den Interessierten schließlich die Duale Berufsoberschule vor, die berufsbegleitend in Teilzeitform angeboten wird. Die Schülerinnen und Schüler besuchen zwei Jahre lang jeweils montags und mittwochs von 17:30 - 21:30 Uhr die Schule und erhalten - nach bestandener Abschlussprüfung - das Zeugnis der Fachhochschulreife und haben damit die Möglichkeit, ein Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen. Zudem haben Schülerinnen und Schüler, die in einer Beamtenlaufbahn tätig sind, mit dem Abschluss die Zugangsberechtigung zum höheren Dienst und damit die Chance, sich beruflich weiter zu entwickeln.

Anmeldungen für alle Schulformen werden bis zum 1. März 2015 an der Infothek der Berufsbildenden Schule Wirtschaft entgegengenommen.


Ein kleiner Beitrag zu mehr Toleranz

Schüler der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach besuchen DITIB-Moschee

Auf Einladung des Vorsitzenden des Türkisch-Islamischen Kultur Vereins e.V. in Bad Kreuznach, Herrn Cihan Sen, und vermittelt durch Lehrkraft Selami Degirmenci, besuchten angehende Verwaltungsfachangestellte, allesamt Schülerinnen und -schüler der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach, Moschee und türkisches Gemeindezentrum in der Mühlenstraße Bad Kreuznach.

„Vor dem Hintergrund der bedrückenden Geschehnisse in Frankreich und Nigeria wollten wir ein Zeichen für Toleranz setzen“, sagt Gregor Satter, der als Studienreferendar an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft tätig ist und diese Klasse im Fach Sozialkunde unterrichtet. Das Thema werde natürlich auch intensiv an der Schule diskutiert, schließlich lernen und arbeiten hier Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturkreise erfolgreich zusammen. Ihm ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Sichtweise zur Thematik entwickeln und nicht „blind“ populistischen Stimmen folgen, die Ängste schüren und ein Negativbild des gesamten Islams zeichnen wollen. „Hier haben wir die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen und auch sensible Fragen wie etwa zur Ausübung von Gewalt im Namen des Islams oder zur Rolle der Frau zu stellen“, so Satter.

Schulleiter Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt pflichtet bei: „Die Berufsbildenden Schulen in Bad Kreuznach bilden das größte Schulzentrum des Landkreises: Die Schülerschaft unserer Bildungseinrichtung setzt sich aus gut 30 Ethnien und Angehörigen einer Vielzahl von Religionen bzw. Glaubensgemeinschaften zusammen. Toleranz und Verständnis füreinander sind in einem solch großen ‚Haus des Lernens‘ unerlässlich. Die Kollegen Gregor Satter und Sven Bermel haben mit ihrem Besuch der Moschee - und damit dem Besuch eines außerschulischen Lernorts - einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Kulturen und Religionen geleistet.“  

Im Verlauf der Exkursion entwickelte sich ein offener Dialog zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie Vertretern der türkisch-islamischen Gemeinde, aus dem beide Seiten neue Sichtweisen und Erkenntnisse ziehen konnten. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Ansatzpunkte es für mehr interkulturelles Verständnis gibt sowie die Frage, welche Aufgaben Politik, Staat, Kirchen und Gesellschaft dabei übernehmen können. Cihan Sen begrüßte ebenfalls den interkulturellen Dialog: „Wir als türkisch-islamische Gemeinde freuen uns immer sehr, wenn uns junge Menschen besuchen und auf diese Weise Interesse für unsere Religion zeigen“.

„Der Besuch wird auf jeden Fall in der Erinnerung einige Zeit nachwirken und die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Themen ins Nachdenken bringen“, ergänzt Satter. Für viele sei es der erste Besuch einer Moschee oder sogar der erste Kontakt zu einer türkisch-islamischen Gemeinde gewesen. So dürfte der abschließende gemeinsame Besuch des Mittagsgebets, zu dem der Imam der Gemeinde die Schülerinnen und Schüler einlud, für viele der Höhepunkt des Tages gewesen sein. Die Organisatoren des Besuchs möchten den Dialog auf alle Fälle fortsetzen und sich für die Förderung des interkulturellen Zusammenlebens sowohl im Schulunterricht als auch im Gemeindeleben einsetzen.

Gäste in der Bad Kreuznacher Moschee: Verwaltungsfachangestellte der BBS Wirtschaft mit ihren Lehrkräften Satter (2. von links) und Bermel (2. von rechts).

Jeden Abend auf dem Sofa bloß chillen – nein danke!

Motivierte Berufstätige lernen stattdessen an der BBS Wirtschaft für das Fachabitur.

An der Dualen Berufsoberschule der BBS Wi kann man parallel zum Beruf das Fachabitur kostenfrei nachholen. Zwei Abende pro Woche trifft sich eine Gruppe jüngerer Berufstätiger nach Arbeitsschluss und bereitet sich innerhalb von knapp zwei Jahren auf die Fachhochschulreife vor.

Im aktuellen Kurs diskutieren Désirée, Marc, Laura, Armine, Thomas und zwölf andere Mitstreiter Kurven in der Mathematik, Kommunikations- und Beziehungsprobleme in Deutsch und die Ukraine-Krise in Sozialkunde statt den warmen Tee oder das Feierabendbier auf dem Sofa zu genießen – und dabei evtl. allmählich Langeweile zu empfinden.

Warum tun sie das? Die jeweilige Motivation ist so unterschiedlich, wie auch die Lebensläufe der Lernenden nicht immer geradlinig sind. Manch einer hatte mit fünfzehn einfach genug von der Schule, wollte abgehen und Geld verdienen. Andere erkannte erst später den Wert und die Notwendigkeit einer Höherqualifizierung. Weitere möchten in eine andere Beamtenlaufbahn wechseln oder doch noch ein Studium aufnehmen. Dass dies realistische Ziele sind, zeigen die letzten Absolventenjahrgänge. Silke arbeitet heute im Management von Audi, Joshua studiert Jura, Sebastian qualifiziert sich an der Finanzhochschule Edenkoben für den höheren Dienst, Andreas arbeitet in der Zentralleitstelle der DB in Frankfurt. Dies sind nur einige Beispiele gelungener beruflicher Fortentwicklungen, die durch den Besuch der Dualen Berufsoberschule Wirklichkeit werden konnten.

Voraussetzung dafür, dass man diesen Ausbildungsgang absolvieren kann, sind lediglich ein qualifizierter Sekundarabschuss I (mittlere Reife) und eine zweijährige, erfolgreiche Berufsausbildung. So treffen sich ganz unterschiedliche Wege: Vom Bankkaufmann bis zur Berufssoldatin ist alles dabei.

Klassenleiterin und Mit-Koordinatorin OStR‘ Daniela Bartkus-Börder ist begeistert von dieser Mischung der Lebenswege, Berufsrichtungen und Nationalitäten. Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt ergänzt: „In dieser besonderen Form der Erwachsenenbildung, in der unsere mit insgesamt neun Schulformen ausgesprochen breit aufgestellte Bildungsanstalt bereits lange und erfolgreich Erfahrungen sammeln konnte, ist ein ganz spezieller und interessierter Austausch auf hohem Niveau möglich. Die zu behandelnden Unterrichtsthemen werden intensiv diskutiert, ihr Sinn abstrahiert und entsprechend den aktuellen pädagogisch-didaktischen Möglichkeiten aller Beteiligten intensiv behandelt.“

Für die in dieser besonderen Schulform eingesetzten erfahrenen Lehrkräfte spielt auch der soziale Austausch eine große Rolle: Es werden Arbeitsgruppen gebildet, gemeinsam politische und kulturelle Veranstaltungen außerhalb der Schule besucht und sofern Zeit und Geldbeutel es erlauben, unternehmen die Kurse kleine Studienreisen, denn auch Reisen kann bilden. Ziele der letzten Jahre waren Berlin, Barcelona, London und Dublin. All dies zeigt, es wird eine andere Form des Von- und Miteinanderlernens angestrebt.

Wer Interesse hat, sich ebenfalls beruflich fortzuentwickeln - oder nur für das eigene Ego zu lernen -, hat die Gelegenheit, sich ab sofort für die Duale Berufsoberschule an der BBS Wirtschaft in der Rheingrafenstraße 20 zu bewerben (www.bbswkh.de oder 0671.794973-0). Wer sich persönlich genauer informieren oder beraten werden möchte, der ist herzlich eingeladen, den Info-Abend am 19. Januar 2015 um 18 Uhr zu besuchen. Wir treffen uns dazu im Foyer der BBS Wi Bad Kreuznach, Rheingrafenstr. 20. Kostenlose Parkplätze gibt es in genügender Zahl vor dem Schulgebäude.

Lohn der Anstrengungen: Feierstunde in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach; Zeugnisübergabe durch den Schulleiter Prof. Dr. H.-J. Bechtoldt und Klassenleiterin OStR D. Bartkus-Börder

Lob von „hohen Stellen“ für die BBS Wirtschaft, Bad Kreuznach

Nach dreijähriger Laufzeit kommt das Projekt Vielfalt in der Polizei am Jahresende zu seinem Abschluss. Das Polizeipräsidium Mainz, das Integrationsministerium, das Innenministerium, das Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) zogen eine ausgesprochen positive Bilanz ihres gemeinsamen Projektes, das in Teilen auch die Berufsbildende Schule Wirtschaft Bad Kreuznach tangierte.

Ziel von Vielfalt in der Polizei, das INBI in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mainz erfolgreich durchführte, war es, mehr Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund für den Polizeidienst zu gewinnen, eine Sensibilisierung für interkulturelle Vielfalt in der Einstellungspraxis der Polizei zu erreichen und Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule Polizeidienst und Verwaltung (HBF PV) in Bad Kreuznach noch größere Chancen für einen Eintritt in den Polizeidienst zu eröffnen.

Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt hin zur interkulturellen Öffnung des öffentlichen Dienstes. Unser Ziel ist es, dass sich die Vielfalt unserer Gesellschaft in den Belegschaften der Behörden widerspiegelt. Denn diese sind für alle Menschen da - nicht nur als Dienstleister -, sondern auch als potenzieller Arbeitgeber erklärte Integrationsministerin Irene Alt. Für Polizeipräsident Karl-Heinz Weber ist das Projekt Vielfalt in der Polizei eine Erfolgsgeschichte: Wir haben gemeinsam mit INBI zahlreiche junge Bewerberinnen und Bewerber betreut und Schülerinnen und Schülern der Höheren Berufsfachschule Polizeidienst und Verwaltung Hilfestellung geleistet, damit sie die Polizeilaufbahn weiter erfolgreich verfolgen können. Unser Projekt hat tatsächlich zu mehr Vielfalt in unseren Reihen geführt, sowie zu einem generellen Umdenken hinsichtlich der Einstellung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Ich bin sehr froh, dass wir die interkulturelle Öffnung unseres Präsidiums damit weiter gestärkt haben. Wir danken dabei in aller Form unserem stets verlässlichen Kooperationspartner, der BBS Wirtschaft, Bad Kreuznach, vertreten durch den Schulleiter, Herrn Prof. Dr. Bechtoldt.

Prof. Hans-Joachim Bechtoldt
PHK Alois Mayer bei der Beantwortung von Fragen aus dem Auditorium.


Innenstaatssekretärin Heike Raab unterstrich: Wir können mit Stolz sagen, dass Rheinland-Pfalz ein weltoffenes Land ist und eine Willkommenskultur pflegt. Es ist unser Regierungsziel, die Gemeinsamkeit zu stärken und kultureller Vielfalt Raum zu geben; so wie dies z. B. speziell an der Bad Kreuznacher Polizeischule umgesetzt wird. Als Akteur der Sicherheit sei es für die Polizei besonders wichtig, dass sie offen gegenüber der Vielfalt unserer Gesellschaft zu sein habe. Von dem Projekt Vielfalt in der Polizei seien wichtige und dauerhafte Impulse ausgegangen. So werde die Polizei beispielsweis weiter an Werbemaßnahmen zur Gewinnung von Migrantinnen und Migranten für den Polizeiberuf festhalten und ein hohes Niveau bei dem Anteil der Polizisten mit Migrationshintergrund anstreben.

Mit Informations- und Beratungsveranstaltungen an Schulen, bei Berufsmessen, bei Migrantenvereinen, sowie in Jugendzentren und bei Arbeitsmarktakteuren wurden durch das Projekt 2.300 Schülerinnen und Schüler, rund 270 Eltern, rund 130 Lehrerinnen und Lehrer sowie Arbeitsmarktakteure und rund 740 Mitglieder von Migrantenvereinen erreicht. In Beratungen, Bewerbungs- und Vorbereitungstrainings für den polizeilichen Eignungstest und in Individualförderungen wurden außerdem 151 Interessenten/innen betreut. 49 Polizistinnen und Polizisten nahmen an Seminaren zu Diversity Management teil, 107 Polizeischülerinnen und Polizeischüler besuchten Seminare zum Thema Interkulturelle Sensibilisierung.

Wir haben die Ziele unseres Modellprojektes erreicht und dadurch auch die Chancengleichheit für unsere Zielgruppe erhöht: Mehr Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund wurden gewonnen und die interkulturelle Öffnung sowie die Förderung gegenseitigen Vertrauens und der Abbau von Vorurteilen schreiten voran, bilanziert die Leiterin des INBI, Peimaneh Nemazi-Lofink. Speziell den Polizeilehrkräften, an erster Stelle Herrn PHK Alois Mayer und dem Leiter der Standortschule, Herrn Prof. Dr. Bechtoldt, danke sie für eine engagierte Kooperation.

In seiner Antwort auf die Frage aus dem Auditorium nach dem Grad der Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in die schulische Arbeit erläuterte Prof. Bechtoldt, dass seinem großen Haus des Lernens die Bereiche Inklusion in allen Stufen der Behinderung und die Integration von Migranten vorbildhaft umgesetzt würden: Insgesamt sind über 20 Nationen und Ethnien an der BBS Wirtschaft vertreten, in den jüngsten SV-Wahlen wurden Melchisedek Mukamba und Serwan Basibüyük zu Schülersprechern gewählt - beide sind hoch engagierte und sehr begabte Schüler, die ihre familiären Wurzeln außerhalb Europas haben und nun bei uns beachtenswerte Leistungen zeigen, so Bechtoldt weiter.

Das positiv verlaufenen Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms XENOS - Integration und Vielfalt aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Kofinanzierung erfolgte aus Mitteln des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz sowie des Polizeipräsidiums Mainz.

Repräsentanten der Projektpartner (von links): Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt, Ministerin Alt, Staatssekretärin Raab, Polizeipräsident Weber.
Gemeinsam im Bild: Koordinator PHK Mayer, Schülerinnen und Schüler der HBF Polizeidienst und Verwaltung mit den Repräsentanten bzw. Repräsentantinnen der Projektpartner.
 

Hand aufs Herz

Lehrerprofessionalisierung an der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach

„Einfach anschaulich! So wurde mir erst jetzt richtig bewusst, wie genial die Natur doch wirklich ist!“ lautete der spontane Kommentar eines Teilnehmers des Gestaltungsmoduls „Sezieren im Unterricht als Methode wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung“, das aktuell an unserer Bildungseinrichtung durchgeführt wurde.

„Angehende Lehrkräfte der Fachrichtungen Biologie, Gesundheit, Medizin und Tiermedizin müssen umfassend in Theorie und Praxis ausgebildet sein. Zu modernem handlungsorientierten Unterricht gehören darum z. B. auch Mikroskopier- und Sezierkurse, wozu wir entsprechende Gerätschaften bzw. Mittel zur Verfügung stellen“, betont Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, Leiter der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach zum Hintergrund der Veranstaltung.

In der Rolle Lernender durften sich angehende Biologielehrer  und Lehrerinnen einen Tag lang als selbsttätig Forschende mit einer klassischen wissenschaftlichen Untersuchungsmethode auseinandersetzen und diese praxisorientiert anhand von Anschauungsobjekten verifizieren.

Der Modellunterricht war so konzipiert, dass die Teilnehmer zunächst eigene Hypothesen zum Thema Blutkreislauf und zur Frage, wodurch eigentlich sichergestellt wird, „dass das Blut auch immer in die richtige Richtung fließt“, entwickeln mussten. Diese Annahmen konnten dann, dem Kern naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung folgend, anhand geeigneter Methoden, wozu hier das Sezieren eines Schweineherzes in Verbindung mit dem Abgleich am Struktur- sowie einem Kreislauffunktionsmodell zum Angebot zählten, überprüft werden.

Nach einer Zeitreise, beginnend mit einer alten Doktrin, nach der Blut im Körper unentwegt verbraucht und von der Leber neu produziert werde, wie sie einst Galenos von Pergamon um 170 n. Chr. formuliert hatte, was dann aber Ende des 17. Jahrhunderts von den Theorien W. Harveys abgelöst wurde, konnten die Teilnehmer ihren eigenen Blutdruck messen, ihre Herztöne mithilfe eines Stethoskops hören, Herzmodelle aus Papier basteln sowie - ebenfalls ihre eigenen - Venenklappen „sichtbar machen“…
Anders formuliert, sie konnten eine Unterrichtssequenz mit allen Sinnen erleben, der ganz und gar nicht trocken und abstrakt ablief.

Schließlich wurde manuell an Realien weitergearbeitet, wobei trotz des ernsten Geschehens die Stimmung insgesamt positiv blieb.

StRef‘ Sandra Schubert, Tierärztin


Teamförderung durch Mannschaftssport an der BBS Wirtschaft

Zur großen Bandbreite unseres Sportangebotes gehören auch die Mannschafts- bzw. Ball-Sportarten. Das aktuelle Bild zeigt die Fußballer der Wettkampfklasse des Jahrgangs 1996 in entschlossener Pose.
Wir wünschen dieser Gruppe und ihren Trainern viel Erfolg bei den bevorstehenden Wettbewerbsrunden.


Neue Sportaktivitäten

Mens sana in corpore sano

Das Motto des römischen Dichters Juvenal Mens sana in corpore sano, also verantwortungsvoll und erfolgreich zu studieren und dabei die körperliche Fitness nicht zu vergessen, wird hier von Schülerinnen der BOS1W14 offensichtlich mit Freude umgesetzt. Im schuleigenen Fitness-Studio unserer großen Bildungseinrichtung nutzten Schülerinnen der Berufsoberschule modernste Sportgeräte zur körperlichen Ertüchtigung. Unsere Sportlehrkräfte beraten dabei stets, welche Geräte sich für welchen Bedarf optimal eignen. Erfahrungsgemäß leiden nämlich bei ganztägig sitzenden und lernenden Personen Rücken bzw. Wirbelsäule und Beinmuskulatur Not. Aber es gibt ja glücklicherweise diese Möglichkeit, um eben für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper zu sorgen. Da unsere Schule neben Walking- und Wanderausrüstungen ebenfalls über Klassensätze an City-Bikes, Snowboards und Skiern  verfügt, kann für jeden Geschmack der Benutzer eine passende Betätigung gefunden werden.

Prof. Dr. Bechtoldt, Schulleiter


Großer Erfolg für „Rechenkünstler“ an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Bad Kreuznach

Sonderpreis für den besten Kurs der regionalen berufsbildenden Schulen

„Mathematik ohne Grenzen“ gehört international zu den größten Mathematik-Wettbewerben. Bei den Klassen 9 und 10 sowie den Jahrgangsstufen 11 nahmen 2014 knapp 3.700 Schülerinnen und Schüler aus rund 20 Schulen allein in der Region Mainz-Rheinhessen teil.

Neben erfolgreichen allgemeinbildenden Gymnasien war auch das an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Bad Kreuznach angesiedelte Berufliche Gymnasium vertreten. Deren Kurs BGyW 13 a errang beim diesjährigen Wettbewerb den Sonderpreis für die beste Berufsschulklasse der 10. / 11. Jahrgangsstufe.

Wie in den Jahren zuvor richtete die SCHOTT AG in Mainz die regionale Siegerehrung aus. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Preisträger des Wettbewerbs der Region Mainz-Rheinhessen ausgezeichnet. Gabriele Lapport, Erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Wettbewerbs „Mathematik ohne Grenzen“ und Koordinatorin für Rheinland-Pfalz, hieß die jungen Preisträgerinnen und Preisträger herzlich willkommen. Thomas Vogt, Fachleiter für Mathematik am Studienseminar Bad Kreuznach, hielt die Laudatio. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde mit Beiträgen einer Schüler-Band des Mainzer Frauenlob-Gymnasiums.

Die Breitenförderung der Mathematik ist auch für zahlreiche Ausbildungsberufe von großer Bedeutung. Dies wurde stellvertretend für andere Institutionen von Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG betont: „Elementare Rechenfertigkeiten werden in vielen Ausbildungsberufen benötigt. Trotzdem kann sie leider nicht jeder Auszubildende vorweisen. Es ist daher von Vorteil, wenn Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig durch Wettbewerbe wie ‚Mathematik ohne Grenzen‘ mathematisch gefördert werden.“

Voller Lob für die Leistungen ihrer Bad Kreuznacher Lerngruppe waren die beiden betreuenden Lehrkräfte, Frau OStR‘ Andrea Graebenteich - sie fungiert als schulische Organisatorin - und Herr StR Ernst Michael Thrun: „Unsere Schüler wurden als Vertreter für die beste BBS der Region Mainz-Rheinhessen ausgezeichnet. Wir gratulieren, freuen uns über diese hohe Ehre und sehen uns in unseren Bemühungen im Unterricht auf dem richtigen Weg. Speziell entsprechen wir den von unseren dualen Partnern gewünschten vielfältigen Anforderungen und Kompetenzen.“ Der Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ verbessert nicht nur die Rechenfähigkeit, sondern auch das Sprachverständnis und die Teamfähigkeit der Teilnehmer. Denn die Schülerinnen und Schüler hatten eine Rechenaufgabe in einer Fremdsprache (Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch) zu lösen und sich darüber hinaus selbst zu organisieren und koordinieren. Insgesamt standen für die 13 Aufgaben 90 Minuten Zeit zur Verfügung. Die Idee zum Wettbewerb stammt ursprünglich aus Frankreich und wird heute in über 30 Ländern durchgeführt. Seit 21 Jahren nimmt Rheinland-Pfalz teil. Weltweit gehen rund 250.000 Schülerinnen und Schüler ins Rennen.

Die stolzen Preisträgerinnen und Preisträger des Kurses BGyW 13 a der BBS Wi Bad Kreuznach

Hervorragende Teilnehmerzahl bei der Typisierung von potentiellen Spendern

Landrat Franz-Josef Diel (links) mit Teilnehmern der Typisierung
SchülerInnen während der Blutentnahme

Nach gründlicher Vorbereitung durch die SV der BBS Wirtschaft und SV-Lehrer Matthias Barth standen schließlich am 29.10.2013 zahlreiche SchülerInnen bereit, sich durch medizinische Fachkräfte für die Stefan Morsch Stiftung typisieren zu lassen. Die vom Gründer der Stiftung Emil Morsch - er steht im zweiten Bild links neben Herrn Landrat Diel - in der Vorbereitungsphase der Veranstaltung erhoffte Teilnehmerzahl von 50 SchülerInnen konnte weit übertroffen werden. Für deren Einsatz dankte neben Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt auch Landrat Franz-Josef Diel, der eigens zu diesem Anlass die BBS Wirtschaft besuchte. Der Landrat steht der Stiftung nahe und unterstützt deren Ziele. Da das Forschungsgebiet der Stammzellenforschung in Medizin und Biologie von großer Bedeutung ist, wird der Biologiekurs unserer Schule eine Fach-Exkursion unternehmen und in den Räumlichkeiten der Stiftung auch deren Labor besuchen.


Platz 6 für Maren Jungk beim Rheinland-Pfälzischen Schülerleistungsschreiben

Foto: Thomas Krüger
Die angehende Bürokauffrau Maren Jungk

Maren Jungk aus Hackenheim erreichte ein hervorragendes Ergebnis bei dem diesjährigen Rheinland-Pfälzischen Schülerleistungsschreiben im Fach Textverarbeitung: Mit der Gesamtanschlagszahl von 3850 bei einer 10-Minuten-Abschrift erreichte sie Platz 6 aller teilnehmenden Berufsbildenden Schulen von Rheinland-Pfalz und Platz 1 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BBS Wirtschaft Bad Kreuznach. Das ist eine sehr beachtliche Leistung, zumal sie auch bei der Teilnahme im Jahr 2012 als Auszubildende im 1. Jahr bereits auf eine Anschlagszahl von über 300 pro Minute kam.

          Herzlichen Glückwunsch!


Eintrittskarte in den Polizeiberuf

Polizeipräsident überreicht Übernahmezusagen / Infoveranstaltungen im Dezember und Januar

„Sie halten eine große Chance in der Hand. Machen Sie  etwas draus!“ Mit diesen Worten übergab der Mainzer Polizeipräsident Karl-Heinz Weber den 30 neuen Schülerinnen und Schülern der Höheren Berufsfachschule Polizeidienst und Verwaltung die schriftliche Zusage, nach ihrer Schulzeit in Bad Kreuznach an der Fachhochschule der Polizei studieren zu dürfen. Schulleiter Prof. Dr. Bechtoldt ergänzte, „Nur wenige Menschen haben in ihrem Alter bereits eine so sichere Perspektive auf einen Arbeitsplatz. Gratulation“ Die Berufsbildende Schule Wirtschaft kooperiert seit fünf Jahren eng mit der Polizei, um Schülern mit Realschulabschluss die Möglichkeit zu geben, den Weg in den Polizeidienst zu gehen. Zwei Jahren lang wird die neue Klasse die Schulbank drücken, um dann ihr Studium an der Fachhochschule der Polizei am Flughafen Hahn zu beginnen. Die von Polizeipräsident Weber ausgehändigte Übernahmezusage ist nur noch an wenige Bedingungen wie einen Notenschnitt von 3,2 geknüpft. „Strengen Sie sich an, es lohnt sich“, sagte Präsident Weber. Angesichts eines nochmals gestiegenen Frauenanteils von inzwischen 40 Prozent zeigte er sich besonders erfreut: „Ich finde es toll, dass so viele junge Frauen in dieser Klasse sind“.

 „Die Polizei wird weiblich“, hatte bereits Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer bei der Verabschiedung des letzten Jahrgangs im Juli 2013 festgestellt. Dies gilt nun umso mehr. Polizeihauptkommissar Alois Mayer, der als Lehrer die Schüler unterrichten wird und die Koordination zwischen Schule und Polizei organisiert, verwies darauf, dass die Höhere Berufsfachschule Polizeidienst auch im kommenden Jahr geeigneten Kandidaten offen stehen wird. Parallel zu den üblichen Informationsquellen im Internet wird Mayer Anfang Dezember und Ende Januar Informationsveranstaltungen dazu in der BBS Wirtschaft in Bad Kreuznach anbieten. Die Termine werden in der Zeitung sowie auf der Homepage der Schule bekannt gegeben. Dort erfahren Interessierte ohnehin immer Neuigkeiten.

 

Übergabe der Einstellungszusagen durch Polizeipräsident Weber (vlnr.: Schulleiter Prof. Dr. Hans - Joachim Bechtoldt, PHK Alois Mayer, Präsident Karl-Heinz Weber, Vertreter der FH Hahn Kurt Stiller)
Die neue Polizeiklasse; links außen: Schulleiter Prof. Dr. Hans - Joachim Bechtoldt, rechts außen: Polizeipräsident Karl-Heinz Weber

Projekt "Vielfalt in der Polizei"

Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.